Wiesbaden BMW Polizei Verfolgungsjagd
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Die Verfolgungsjagd endete, als der Renault gegen eine Bordsteinkante prallte. (Symbolbild)

Bad Soden-Salmünster

Fahrertausch, Drogen, Crash: Diese Verfolgungsjagd hatte es in sich

Eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei haben sich ein 23-Jähriger und eine 17-Jährige in Bad Soden-Salmünster geliefert. Die Übeltäter - beide saßen zwischenzeitlich am Steuer - waren ohne Führerschein und unter Drogeneinfluss mit dem Auto unterwegs.

Bad Soden-Salmünster - Die Verfolgungsfahrt durch das Stadtgebiet von Bad Soden-Salmünster (Main-Kinzig-Kreis) endete am frühen Mittwochmorgen mit der vorläufigen Festnahme eines 23- sowie einer 17-Jährigen. Beiden wird Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen. Das teilt die Polizei in einer Pressemitteilung mit. Die Tatverdächtigen, die aufgrund eines „Fahrertausches“ beide am Steuer des weißen Renault saßen, standen offenbar unter Drogeneinfluss.

Kurz nach 1 Uhr erblickte eine Streifenbesatzung den weißen Renault Zoé, der gerade auf den Parkplatz eines Supermarktes in der Straße „Am Palmusacker“ eingefahren war. Am Steuer saß zu diesem Zeitpunkt die 17-jährige Frau. Die Beamten beobachteten, dass die Personen im Wagen einen Fahrertausch durchführten und entschlossen sich zu einer Kontrolle.

Verfolgungsjagd im Main-Kinzig-Kreis: Fahrertausch, Drogen, Unfall

Doch ehe es zu dieser kommen konnte, bei der Annäherung leuchteten die Anhaltesignale des Streifenwagens deutlich auf, beschleunigte der jetzt am Steuer sitzende junge Mann stark und fuhr mit hoher Geschwindigkeit davon. „Der Wagen überfuhr Kreuzungsbereiche ohne zu bremsen und die geltende Vorfahrt zu beachten“, berichtet die Polizei. Bereits in der vergangenen Woche hatte sich in Bad-Soden Salmünster eine Verfolgungsjagd ereignet.

Beim Einfahren in die Straße „Im Hopfengarten“ verlor der Renault-Lenker vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Wagen, geriet nach links von der Fahrbahn ab und prallte mit dem linken Vorderrad gegen die dortige Bordsteinkante. Das Rad wurde hierbei aus der Achse gerissen, weshalb der Wagen fahruntauglich zum Stehen kam.

Bei der Kontrolle im Main-Kinzig-Kreis stellten die Beamten letztlich den Grund des Fluchtversuches fest. Beide im Fahrzeug befindlichen Personen im Alter von 17 und 23 Jahren waren nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis und hatten vorab wohl Drogen konsumiert. Der 23-Jährige übergab der Streifenbesatzung zudem eine geringe Menge Marihuana; dieses wurde sichergestellt. Der Wagen, an dem ersten Schätzungen zu Folge ein Schaden von rund 5.000 Euro entstand, musste abgeschleppt werden. Der 23-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen, die 17-Jährige in die Obhut ihrer Eltern übergeben. Auf beide kommen nun entsprechende Strafverfahren zu. (msf, lio)

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