Zwei Polizisten stehen vor einem Polizeiwagen.
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Das Polizeipräsidium Südosthessen hat die Kriminalstatistik für 2020 vorgelegt. Die Aufklärungsquote stieg auf historischen Höchstwert.

Polizei legt Statistik vor

Main-Kinzig-Kreis und Offenbach: Kriminalität geht stark zurück - Aufklärungsquote auf Höchststand

Das Polizeipräsidium Südosthessen hat am Donnerstag die Kriminalstatistik für 2020 vorgelegt. Die Kriminalität sei stark zurück gegangen. Außerdem stieg die Aufklärungsquote auf einen historischen Höchststand seit Entstehen des Polizeipräsidiums im Jahr 2001.

Main-Kinzig-Kreis/Offenbach - „Die Kriminalitätsbelastung ist im Polizeipräsidium Südosthessen im Jahr 2020 spürbar gesunken: Mit 40.006 Delikten registrierten wir 2133 Straftaten weniger als im Vorjahr, was einer Abnahme um 5,1 Prozent entspricht. Das sind noch nicht einmal zwei Drittel der Taten, die wir bei Gründung des Polizeipräsidiums Südosthessen im Jahr 2001 (60.286 Delikte) zu verzeichnen hatten“, sagte Polizeipräsident Eberhard Möller bei der Vorstellung der Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Südosthessen. Damit sei auch die die Kriminalitätsbelastung mit 4413 Straftaten pro 100.000 Einwohner auf den geringsten Wert (2019: 4673) der letzten 20 Jahre gefallen.

Die Aufklärungsquote liege bei 64,4 Prozent (Vorjahr 64,0). Sie stelle den historischen Höchststand für das Polizeipräsidium Südosthessen dar, hob Möller hervor. Es sei eine erfreuliche Tatsache, dass die Anzahl der erfassten Straftaten erneut zurückgegangen ist und die Aufklärungsquote einen historischen Bestwert markiert. Dies sei nicht zuletzt auf die Arbeit im Polizeipräsidium Südosthessen zurückzuführen. „In Anbetracht der zusätzlichen Aufgaben, die der Polizei durch die Corona-Pandemie und die Bewältigung der Einsatzlagen im Zusammenhang mit dem Bau der A 49 erwachsen sind, ist dies umso bemerkenswerter“, unterstrich Polizeipräsident Eberhard Möller.

Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Südosthessen: Aufklärungsquote auf historischem Höchststand

Die Straßenkriminalität ist im Vergleich zum Vorjahr (8190 Delikte) ebenfalls gesunken: Ein Minus von 643 Delikten steht für einen Rückgang um 7,9 Prozent auf den niedrigsten Wert seit Bestehen des Polizeipräsidiums Südosthessen auf 7547 Delikte. 2001 wurden noch 18.874 Delikte registriert. Diese Delikte konnten durch eine verstärkte polizeilich Präsenz sowie der Nutzung moderner Videosicherheitstechnik um mehr als 60 Prozent reduziert werden, teilte Möller außerdem mit.

Durch die Videokameras werde eine bessere Strafverfolgung ermöglicht. Lag die Aufklärungsquote 2001 noch bei 9,8 Prozent, so konnte sie 2020 mit 21,5 Prozent mehr als verdoppelt werden (2019: 22,6 Prozent). Ein auffälliger Rückgang stellte das Polizeipräsidium Südosthessen im Vergleich zum Vorjahr beim Straßendiebstahl fest. Es gab nur 597 Fälle, was einen Rückgang von 12,7 Prozent bedeute. Eine Zunahme gab es beim Straßenraub: Hier wurden mit 192 Delikten 31 mehr registriert als im Vorjahr (161).

So wenige Straftaten wie nie zuvor - Polizeipräsidium Südosthessen legt Zahlen vor

„Die schon seit Jahren positive Entwicklung der Kriminalstatistik fand auch im Jahr 2020 ihre Fortsetzung. Wir registrierten im Polizeipräsidium Südosthessen so wenig Straftaten wie nie zuvor“, hob Polizeipräsident Möller hervor. Die Aufklärungsquote konnte erneut gesteigert werden - sie stellt mit 64,4 Prozent den höchsten Wert dar. Beinahe zwei von drei Straftaten konnte das Polizeipräsidium Südosthessen aufklären.

Dieser Erfolg sei der Arbeit im Polizeipräsidium sowie durch die Sicherheitspakete der hessischen Landesregierung zu verdanken. „Dieses gute Ergebnis ist auch ein Ausdruck des Vertrauens der hiesigen Bevölkerung in ihre Polizei, was sich durch die vielen Hinweise dokumentiert, die zur Tataufklärung unverzichtbar sind. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken“, fügte Möller an.

Wie fragil das Konstrukt „Sicherheit“ sei, hätte der rassistische Anschlag in Hanau gezeigt. Dieser würde die Polizei in ihrem Auftrag bestärken, auch zukünftig für die Bürgerinnen und Bürger in Südosthessen alles zu geben, um das Straftatenaufkommen so gering und die Aufklärungsquote so hoch wie möglich zu halten. „Die Bekämpfung des Rechtsextremismus wird dabei ganz besonders in unserem Fokus stehen“, versicherte Polizeipräsident Möller. (sec)

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