Der Abriss des Langer-Areals.
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Könnte auf dem Langer-Areal ein Rückzugsort für Jugendliche entstehen? (Archivbild)

Schlüchterns Innenstadt

Rückzugsort für Jugendliche? So könnte die Zukunft des Langer-Areals aussehen

  • Tim Bachmann
    VonTim Bachmann
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In Schlüchterns Innenstadt soll die Jugend einen „Rückzugsort“ erhalten. Einen entsprechenden Beschluss sollen die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Montag um 19 Uhr in der Stadthalle an den Sozialausschuss verweisen.

Schlüchtern - Die Initiative geht auf den Wunsch von Rathauschef Matthias Möller (parteilos) zurück: „Ein solches Angebot fehlt bislang in Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis), ich halte das für dringend geboten.“ Denn in der Stadt sei viel für die Älteren und die ganz Kleinen in die Wege geleitet worden, die Jugendlichen seien hingegen etwas auf der Strecke geblieben.

In der Anlage sind bereits einige Ideen zusammengefasst, wie eine mögliche Verortung auf dem Langer-Areal, die mögliche Gründung eines Jugend-Vereins, Streetworker und sogar eine denkbare Ausstattung sowie Mobiliar für den neu zu schaffenen Jugendraum wie etwa ein Thekenbereich, Sitzecken, Kicker, ein Billard-Tisch, Tischtennis, Flipper- und Dart-Automat oder eine Spielekonsole. Wie das Langer-Areal in Zukunft aufgebaut sein soll, steht ebenfalls schon fest.

Main-Kinzig-Kreis: Langer-Areal in Schlüchtern als Rückzugsort für Jugendliche?

Der während der Haupt- und Finanzausschusssitzung anwesende Vorsitzende des Sozialausschusses, Günther Koch (Grüne), begrüßte die Initiative, hinterfragte aber die detaillierte Liste: „Die könnte aus den 1980ern stammen.“ Koch fand, dass von vornherein Jugendliche mit in die Planungen eingebunden werden sollten. Und er machte auf die Nachbarkommune Steinau aufmerksam, in der auf dem ehemaligen Gelände des Tennisclubs etwas für die Jugendlichen hochgezogen werden soll.

Die Grimmstadt habe darüber hinaus konzeptionell die Fachhochschule Fulda ins Boot geholt. „Vielleicht kann man sich da dranhängen“, meinte Koch. CDU-Fraktionschef Florian Varinli lobte den Vorstoß, gab aber zu bedenken, dass bis zur Umsetzung viel Zeit verstreichen werde. Er fragte, ob nicht kurzfristig die Räume des „Check-In“ in der ehemaligen Post zur Verfügung stehen könnten. Dem erteilte Möller eine Absage, da das Mietverhältnis für die Räume zum Ende des kommenden Jahres gekündigt würde.

Stadtverordnete stimmen ab - Sozialausschuss soll diskutieren

Das „Check-In“ zieht bekanntlich ins Kultur- und Begegnungszentrum. Laut Heiko Büchner (SPD) hätten die Sozialdemokraten lange über das Thema diskutiert. Er lobte die weiteren Ideen von Koch, „wir müssen ja nicht alles neu erfinden“, und er bezeichnete die Initiative als „Startschuss für eine Jugendarbeit in Schlüchtern“. Gleiches betonte Ausschussvorsitzende Sylke Schröder (BBB).

Stadtverordnetenvorsteher Joachim Truß (SPD) meinte, ein Raum hänge auch sehr von den Menschen ab, die sich kümmern. Dazu erinnerte er an frühere „Jugendtreffs“ unter Ex-Küster Wilhelm Rehorst oder Hans-Jürgen Heldmann, „die es von ihrer Person her ganz prima geschafft haben, Jugendliche einzuladen und zu integrieren“. Er fragte: „Wollen wir eine soziale oder eine inhaltliche Jugendarbeit machen oder nur einen Raum anbieten?“

Alexander Klüh (FDP) betonte, dass der Sozialausschuss der richtige Ort sei, um das zu erarbeiten. Die Abstimmung erfolgte einstimmig.

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