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Wegen Vandalismus auf dem WC: Schüler müssen Klopapier von Zuhause mitbringen

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Eine Rolle Toilettenpapier auf einer Toilette.
Schüler der Kopernikusschule in Freigericht müssen ihr Toilettenpapier bis auf weiteres selbst mitbringen. (Symbolbild) ©  Ralf Hirschberger/dpa

Ab sofort müssen die Schüler einer Schule im Main-Kinzig-Kreis ihr Klopapier für den Toilettenbesuch selbst mitbringen. Aus der Politik kommt Kritik an der Maßnahme.

Freigericht - Die Schülerschaft der Kopernikusschule in Freigericht (Main-Kinzig-Kreis) soll bis auf weiteres ihr Klopapier von Zuhause mitbringen. Grund ist laut Schulleitung immer stärkerer Vandalismus an den WC-Anlagen.

Direktor Ulrich Mayer erklärte: „Unser Ziel sind funktionsfähige und hygienisch einwandfreie WCs“, so Mayer. „Es kann nicht darauf hinauslaufen, dass alles an den Hausmeistern und dem Reinigungspersonal hängenbleibt.“ (Lesen Sie hier: Brüder-Grimm-Schule Ziel von Fake-News: „Leistungsliste“ irritiert Eltern, Schüler und Lehrer)

Main-Kinzig-Kreis: Schüler müssen Klopapier von Zuhause mitbringen

In einem Elternbrief hatte er darauf hingewiesen, dass in letzter Zeit die Schultoiletten mehrfach gezielt verschmutzt und anderweitig unbrauchbar gemacht worden seien. In einem Fall sei sogar Klopapier in Brand gesetzt worden. Deshalb werde die Schule für einen gewissen Zeitraum kein Toilettenpapier mehr zur Verfügung stellen.

Die FDP-Fraktion im Kreistag fordert Schuldezernente Winfried Ottmann, die „Toilettenpapier-Posse“ zu beenden. „Natürlich ist dieser Vandalismus auf den Schultoiletten ein Unding“, erklärt Anke Pfeil (FDP): „Eine ganze Schulgemeinschaft von 2500 Schülerinnen und Schülern dafür büßen zu lassen, ist es allerdings auch und steht in keinem Verhältnis zu der zu vermutenden Anzahl an Beteiligten.“ (ag)

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