Eine Gruppe von Schülern ist auf dem Weg zur Schule
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Die Schüler des Main-Kinzig-Kreises haben sich in einer Umfrage zum Unterricht in der Corona-Krise geäußert. (Symbolbild)

Kreisschülerrat vermeldet

Homeschooling, Hygiene in der Schule: Über 800 Schüler des Main-Kinzig-Kreises nehmen an Umfrage teil

Die Corona-Pandemie hat Schüler, Lehrer und Eltern vor große Herausforderungen gestellt. Wie gut sich die Schulen im Main-Kinzig-Kreis in der Krise geschlagen haben, machen die Ergebnisse einer Umfrage des Kreisschülerrates deutlich.

Main-Kinzig-Kreis - „Wir sind erstaunt, dass binnen kurzer Zeit so viele Schülerinnen und Schüler an unserer Umfrage zur Beschulung während der Corona-Pandemie teilgenommen haben. In den kommenden Wochen erwarten wir aufgrund weiteren Präsenzunterrichts zusätzliche Rückmeldungen“, erklärt Kreisschülersprecherin Michelle Franzel in einer Pressemitteilung.

Wesentliche Themen der Umfrage sind Rahmenbedingungen des Homeschoolings, Hygiene in der Schule und der Bustransport.

Viele Schüler gaben zum Online-Unterricht an, dass das Aufgabenpensum im Vergleich zum normalen Unterricht viel höher sei. Um die Defizite aufzuholen, soll deshalb Unterricht in den Ferien angeboten werden. Zudem wünschen sich die Schüler mehr Videokonferenzen mit ihren Lehrkräften. Doch nicht nur im Bereich des online Unterrichtes sahen die Schüler noch Luft nach oben.

Hygiene in Zeiten der Corona-Krise: Es fehlt an Einweghandtüchern

Nur 74,3% der bisher befragten Schüler, welche wieder Präsenzunterricht haben, gaben an, dass Einweghandtücher vorhanden seien. Dafür sei der Bedarf an Seife mit 94,4% gedeckt. Auch die Situation sich noch vor den Prüfungen auf neue Lehrer einzustellen, sahen viele Schüler als problematisch an, denn 72,9% haben nicht bei ihren regulären Lehrern Unterricht. Dies erkläre möglicherweise die hohe Zahl der Schüler, welche sich lieber guten online Unterricht statt Präsenzunterricht wünschen.

Auch die Tatsache, dass es kein Desinfektionsmittel gäbe, haben viele Schülerinnen und Schüler bemängelt. „Wir hören überall, dass Seife reicht, aber es hinterlässt ein ungutes Gefühl, zumal das Kultusministerium von Desinfektionsmittel für Schulen sprach, dies aber nicht mehr geliefert wird", heißt es in der Mitteilung.

Schule in Zeiten von Corona? Die Meinungen gehen auseinander

Bei der Frage, ob Schüler Angst haben, in die Schule zu gehen, stellte der Kreisschülerrat eine große Meinungsteilung fest. „Das Problem, das wir zu lösen haben, ist doch, wie man mit den Schülerinnen und Schülern umsichtig umgeht, die aus gesundheitlichen Gründen eben diese Ängste haben. Hier fühlen sich die meisten von Politik und dem Hessischen Kultusministerium im Stich gelassen“, so der Tenor der Mitteilung.

Auch der ÖPNV scheint laut Umfrage immer noch ein schwieriges Feld zu sein, denn 48,7% der befragten Schüler gaben an, dass kein oder nur teils ein Mundschutz getragen werde. Auch beim Ein- und Aussteigen geben 97,3% das kein Versuch unternommen wird, auf Abstandsregeln zu achten.

Großes Meinungsspektrum zur Thematik „Schule in Coronazeiten“ weiterhin erwünscht

 „Wesentliche Ergebnisse geben wir transparent an den Main-Kinzig-Kreis und das Staatliche Schulamt in Gesprächen weiter. Sobald die hinzukommenden Jahrgänge Präsenzunterricht hatten, werden wir die Umfrageergebnisse veröffentlichen“, kündigt der Kreisschülerrat an. Und weiter: „Wir möchten nochmal alle Schülerinnen und Schüler darum bitten, an der Umfrage teilzunehmen, damit wir ein großes Spektrum an Meinungen haben.“

Die Umfrage ist auf der Website des Kreisschülerrats zu finden. (akh)

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