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Sportler aus dem Main-Kinzig-Kreis knacken Weltrekord auf Unterwasser-Fahrrad

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Unter Wasser und mit Tauchausrüstung kräftig in die Pedalen getreten: Zehn Athletinnen und Athleten aus dem Main-Kinzig-Kreis haben den Weltrekord im Unterwasser-Cycling geknackt.

Bruchköbel - „Die Stimmung ist euphorisch, da die Sportler nicht mit einem so deutlichen Vorsprung gerechnet hätten“, sagte Olaf Kuchenbecker vom Rekordinstitut für Deutschland am Montag. Das Team erreichte eine Distanz von 133,99 Kilometern. Zuvor lag der Weltrekord bei 123,15 Kilometern. 

Das Vorhaben auf dem Unterwasser-Fahrrad startete am Sonntag im Hallenbad von Bruchköbel im Main-Kinzig-Kreis. Zusammen wollten die Sportler die „größte 24-Stunden-Distanz eines 10er-Teams im Unterwasser-Cycling“ schaffen und damit den österreichischen Betriebssportverband aus Wien als bisherigen Rekordhalter ausstechen.

Main-Kinzig-Kreis: Sportler knacken Weltrekord auf Unterwasser-Fahrrad

Das Motto des Weltrekordversuchs in Hessen lautete „Wir holen den Rekord zurück nach Deutschland“, erklärten die Initiatoren, darunter der Bruchköbeler Extremsportler Dirk Leonhardt, der immer wieder mit Weltrekord-Projekten von sich reden macht - etwa einem „Eis-Triathlon“ und dem „längsten Nonstop-Treppenlauf im Team“.

Die Österreicher hatten erst Anfang April den Rekord geknackt, den zuvor bereits die Hessen hielten: Der Hessische Landtauchclub aus dem unweit von Bruchköbel gelegenen Nidderau hatte es in der Disziplin 2019 auf eine Distanz von 109,39 Kilometern gebracht. Mitglieder des Nidderauer Clubs waren auch dieses Mal in Bruchköbel mit am Start.

Mit Tauchausrüstung in die Pedalen getreten: Zehn Athletinnen und Athleten aus dem Main-Kinzig-Kreis haben den Weltrekord im Unterwasser-Cycling geknackt.
Mit Tauchausrüstung in die Pedalen getreten: Zehn Athletinnen und Athleten aus dem Main-Kinzig-Kreis haben den Weltrekord im Unterwasser-Cycling geknackt. © Hannes P. Albert/dpa

Die Strecke, die nur theoretisch zurückgelegt wird, weil sich das Unterwasserfahrrad nicht vorwärts bewegt, klingt auf den ersten Blick nicht sehr lang für einen Zeitraum von 24 Stunden. Das liege aber an der Messmethode, erläuterte Leonhardt. Die Strecke ergebe sich aus dem Umfang der Kurbel am Rad, multipliziert mit der Anzahl der Umdrehungen.

Bei normalen Fahrrädern dagegen wird die Kurbelbewegung über die Kette auf ein deutlich größeres Rad übertragen. Ermittelt wird die Zahl der Umdrehungen mit einem speziell dafür entwickelten Gerät. Eine integrierte Zeitmessung stelle zudem sicher, dass die Rundenmessung nach genau 24 Stunden aufhört.

Innerhalb eines Tages sind die Athleten rund 121.700 Umdrehungen gefahren. Um den Rekord zu erreichen, mussten sie etwa 114.000 Umdrehungen der Pedale schaffen, also etwa 80 Umdrehungen pro Minute (lesen Sie auch hier: Auftakt der RhönSprudel-Mini-WM: Dramatik und gute Stimmung am ersten Spieltag).

Vor Ort überwachte Olaf Kuchenbecker den Versuch und überreichte dem Team am Montag die offizielle Rekordurkunde. Zugleich sollen damit Spenden gesammelt werden für den Bruchköbeler Verein LaLeLu, der sich für Familien mit unheilbar kranken oder verstorbenen Kindern einsetzt und Trauerbegleitung bei jeglichem Verlust anbietet. (dpa)

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