Im Literaturcafé „Alte Apotheke“ in Steinau an der Straße wurde eine Frau getötet.
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Im Literaturcafé „Alte Apotheke“ in Steinau an der Straße wurde eine Frau getötet. Eine Nicht hat nun einen Spendenaufruf für die Beerdigungskosten gestartet.

Für die Beerdigung

Frau in Steinau getötet: Spenden-Aktion auf Twitter findet große Resonanz

Ein Tötungsdelikt hat in der vergangenen Woche Steinau erschüttert. In dem Literaturcafé „Alte Apotheke“ wurde eine Frauenleiche gefunden. Eine Nichte der Toten hat einen Spendenaufruf für die Beerdigung gestartet, bei dem inzwischen mehr als 7000 Euro zusammengekommen sind.

Steinau - 70 Prozent ihres Ziels hat eine Nichte der in der Vorwoche in Steinau getöteten Frau erreicht, die Bestattungskosten in Höhe von 10.000 Euro mithilfe eines öffentlichen Aufrufs auf dem Onlineportal Twitter zusammen zu bekommen. Am Montag stand diese Fundraising-Aktion über den Bezahldienst Paypal bereits bei 7310 Euro (Stand, 22. Juli).

Wie berichtet, hatte der getrennt lebende Ehemann der Frau diese trotz gerichtlichem Annäherungsverbot an deren Arbeitsplatz in der Steinauer Altstadt wohl aufgesucht und mutmaßlich getötet. Danach hat sich der Mann in einem Waldstück bei Bad Orb offenkundig selbst gerichtet.

Main-Kinzig-Kreis: Frau in Steinau getötet - Spendenaufruf für Beerdigung

Auf die Hinterbliebenen kommen demnach Kosten für zwei Bestattungen zu. Deshalb rief die Nichte via Twitter zu der öffentlichen Spendenaktion (https://www.paypal.com/pools/c/8B1jaP0NY4) auf.

„Mein Onkel hat in einem Femizid nach Jahren an häuslicher Gewalt meine Tante getötet und anschließend sich selbst. Meine Cousine hat nicht nur ihre geliebte Mutter verloren, sondern muss neben den Kosten für ihre Mutter auch die Bestattungskosten für den Täter tragen. Ich möchte ihr das nicht zumuten.“

Und weiter: „Das Geld soll meiner wundervollen und tapferen Cousine die finanzielle Last ein wenig abnehmen und meiner lebensfrohen, mutigen, bezaubernden Tante, die immer die besten Geburtstagskuchen für uns gebacken hat und für jeden der es brauchte ein offenes Ohr hatte, die Bestattung ermöglichen, die sie sich gewünscht hat“, schreibt die Nichte im Zusammenhang mit dem Aufruf. (hgs)

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