1800 Tonnen Streusalz hat die Straßenmeisterei Sterbfritz derzeit in einer riesigen Halle gelagert.
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1800 Tonnen Streusalz hat die Straßenmeisterei Sterbfritz derzeit in einer riesigen Halle gelagert.

Für Schnee und Eis

Der Winter kann im Bergwinkel kommen: Straßenmeisterei lagert 1800 Tonnen Streusalz

Während Wintersportler für die kalte Jahreszeit auf Schneefall hoffen, kann genau dieser bei Verkehrsteilnehmern für Probleme sorgen. Deshalb warten in Sterbfritz nun 1800 Tonnen Streusalz auf ihren Einsatz.

Sterbfritz - Wie der Leiter der Straßenmeisterei Sterbfritz, Karlheinz Rüffer, im Gespräch mit unserer Zeitung erläutert, betreut seine Dienststelle mit zusammen 20 Mitarbeitern im Innen- und Außendienst insgesamt 330 Kilometer Land- und Kreisstraßen im Main-Kinzig-Kreis.

Hin- und Rückfahrt bedeuten folglich 660 Kilometer Strecke, die mit vier eigenen Fahrzeugen – drei Lastkraftwagen und ein Unimog – sowie zwei Fremdfahrzeugen (Kooperation mit der Firma Gärtner-Transporte in Schlüchtern) im Zwei- beziehungsweise Drei-Schicht-Betrieb abgefahren werden.

Main-Kinzig-Kreis: Straßenmeisterei Sterbfritz lagert 1800 Tonnen Streusalz

Bei entsprechenden Witterungsbedingungen beginnen die ersten Touren morgens um 2.15 Uhr. Von einem sogenannten Präventivstreuen im gesamten Zuständigkeitsbereich sind die Fahrer dann gegen 6.30 Uhr zurück.

Wenn jedoch der Winter richtig da ist, sind die Fahrzeuge mit voller Kapazität den ganzen Tag unterwegs. Vier Höhenlagen von Züntersbach bis Katholisch-Willenroth und Mernes fordern die Straßenarbeiter besonders. „Da liegt richtig Schnee“, weiß Rüffer. Aber: „Wir können nicht überall zur gleichen Zeit sein.“ Da bittet der Straßenmeistereileiter um Verständnis, wenn irgendwo im Kreis nicht sofort jede Straße geräumt ist.

Der durchschnittliche Jahresverbrauch an Streusalz in Sterbfritz beträgt 1500 Tonnen. Vorsorglich lagern in der 2014 neu gebauten, 640 Quadratmeter großen Halle 1800 Tonnen Salz. Weitere 140 Tonnen befinden sich in einem Salzsilo für den schnellen Einsatz. (Lesen Sie auch: 5500 Tonnen Salz für den Winter im Kreis Fulda)

Straßenmeisterei Sterbfritz setzt besonderes Streusalz ein

Bei der Straßenmeisterei Sterbfritz kommt nur Feuchtsalz zum Einsatz. Bei dieser Technologie wird das trockene Auftausalz unmittelbar vor dem Streuen mit einer Sole aus Natriumchlorid im Mischungsverhältnis 70 zu 30 angefeuchtet. Das Salz haftet dadurch besser auf der Fahrbahn und wird nicht so leicht fortgeweht. Übrigens: Bezüglich der Wettervorhersage und ob es zu winterlich-unangenehmen Begleiterscheinungen für die Verkehrsteilnehmer kommen kann, da vertrauen die zuständigen Mitarbeiter der Straßenmeisterei Sterbfritz den Voraussagen des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach.

Hessen Mobil, das Straßen- und Verkehrsmanagement in Wiesbaden, ist mit zwölf regionalen Standorten und 46 Straßenmeistereien landesweit vertreten. Insgesamt hat Hessen Mobil 90.000 Tonnen Salz auf Vorrat. Das Amt setzt auf den vorbeugenden Winterdienst: Wenn Glätte gar nicht erst entsteht, benötigt man weniger Salz. Das schont die Umwelt und erhöht die Verkehrssicherheit.

Um möglichst wenig Salz zu verbrauchen, nutzt Hessen Mobil zudem eine computergesteuerte Streutechnik. Neben Sterbfritz gibt es im Main-Kinzig-Kreis Straßenmeistereien in Bruchköbel und Wächtersbach. (von Walter Dörr)

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