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Anteilnahme nach Tod von Erich Pipa: Main-Kinzig-Kreis beginnt digitales Kondolenzbuch

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Der ehemalige Landrat Erich Pipa ist im Alter von 73 Jahren gestorben.
Der ehemalige Landrat Erich Pipa ist im Alter von 73 Jahren gestorben. © Main-Kinzig-Kreis

Seit dem Wochenende erreichen den Main-Kinzig-Kreis zahlreiche Anfragen, auf welchen Wegen man Anteilnahme für den verstorbenen Landrat a.D. Erich Pipa ausdrücken kann. Der Kreis hat zu diesem Zweck unter anderem ein digitales Kondolenzbuch eingerichtet.

Main-Kinzig-Kreis – Erich Pipa war von 2005 bis 2017 Landrat des Main-Kinzig-Kreises gewesen. Am vergangenen Wochenende ist Pipa im Alter von 73 Jahren gestorben. Wie der Kreis nun in einer Pressenotiz mitteilt, liegt für alle, die ihre Anteilnahme am Tod Pipas ausdrücken möchten, im Eingangsbereich des Main-Kinzig-Forums in Gelnhausen ein Kondolenzbuch aus. Seit Mittwoch ist zudem ein digitales Kondolenzbuch auf der Internetseite des Main-Kinzig-Kreises unter „www.mkk.de“ geschaltet.

Zu den ersten Einträgen gehören die von Landrat Thorsten Stolz, der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler und des Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann. Im digitalen Kondolenzbuch erweisen sie „einer der prägendsten politischen Köpfe in der fast 50-jährigen Geschichte des Main-Kinzig-Kreises“ ihre letzte Ehre. „Mit ihm verliert unser Landkreis eine herausragende Persönlichkeit, die durch ihre klare Haltung, ihren Mut und ihre Leidenschaft fürs Politikmachen weit über unsere Kreisgrenzen bekannt und geschätzt wurde“, schreibt Stolz.

Main-Kinzig-Kreis: Tod von Erich Pipa - Kreis bietet digitales Kondolenzbuch

Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler notiert: „Ich habe großen Respekt und Hochachtung vor dieser Lebensleistung. Seine intensiven politischen Kämpfe drehten sich immer um die Sache der Bürger und gerade derer, die einer besonderen Fürsorge bedurften. Viele hundert Menschen haben weiter im ‚Wohnstift‘ in Hanau wohnen können, das maßgeblich er mit seinem Einsatz gerettet hat.“

Zudem sei Pipa dafür verantwortlich gewesen, dass viele tausend junge Menschen eine berufliche Perspektive beim Kommunalen Center für Arbeit Main-Kinzig (KCA) und der Gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA) erhielten. Diese hatte Pipa als Sozialdezernent im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit zu den großen Aus- und Fortbildungsstätten fortentwickelt.

Beide Einrichtungen veröffentlichten einen Nachruf auf Pipa in dem es hieß: „Mit großer Trauer und Bestürzung haben KCA und AQA die Nachricht vom Tode ihres „Gründervaters“, Sozialdezernenten und Landrates a.D. aufgenommen.“ Pipa sei ein Wegbereiter für die erfolgreiche Durchsetzung der Forderung, dass Betreuung, Qualifikation und Vermittlung langzeitarbeitsloser Menschen in die Verantwortung der Kommunen gehöre, gewesen.

Analoges Kondolenzbuch: Eintrag zu den Öffnungszeiten des Bürgerportals möglich

Der Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann vermerkt: „Erich Pipa war ein Politiker, der eine klare Haltung hatte, auf sein Wort war Verlass. Ich blicke auf über zehn Jahre gute Zusammenarbeit mit ihm im Kreisausschuss zurück. In dieser Zeit habe ich viele seiner politischen Ideen mittragen können. Auch wenn unsere Parteibücher nicht die gleiche Farbe hatten, war es möglich, mit ihm zu einem Konsens zu kommen.“

In die Kondolenzbücher kann sich jeder eintragen, der seiner Trauer Ausdruck verleihen möchte. Ein Eintrag in das Buch im Landratsamt ist zu den Öffnungszeiten des Bürgerportals möglich: montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr. (akh)

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