Der Fahrer des Tanklasters gab an, wegen eines Überholmanövers auf der Gegenfahrbahn von der Straße abgekommen zu sein.
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Der Fahrer des Tanklasters gab an, wegen eines Überholmanövers auf der Gegenfahrbahn von der Straße abgekommen zu sein.

Verursacher flüchtig

Wegen Überholmanöver: Hünfelder landet mit 30.000-Liter-Tanklastzug im Graben

Auf der L3199 bei Bad Orb ist in der Nacht zu Freitag ein Tanklastzug in einen Straßengraben gerutscht. Die Bergung gestaltete sich laut Polizei schwierig.

Bad Orb - Der mit etwa 30.000 Litern Diesel beladener Tanklastzug kam am frühen Freitagmorgen auf der Landesstraße 3199 (Main-Kinzig-Kreis) von der Fahrbahn ab und landete im Straßengraben. Die Bergung des Zugmaschine und des Tankanhängers, aus dem keine Ladung austrat, zog sich dabei über Stunden hin. Dies teilte die Polizei in einer Pressenotiz mit. Ein ähnlicher Vorfall hatte sich kürzlich in Bad Soden-Salmünster ereignet.

Gegen 0.20 Uhr war ein 60 Jahre alte Sattelzugführer in Richtung Bad Orb unterwegs, als ihm nach eigenen Angaben wenige hundert Meter nach einem Umspannwerk ein Fahrzeug bei einem Überholmanöver entgegenkam. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, musste der aus Hünfeld (Kreis Fulda) stammende Mann ausweichen, wodurch der Tanklaster in die Bankette geriet und in den Graben rutschte.

Main-Kinzig-Kreis: Hünfelder rutscht mit 30.000-Liter-Tanklaster in Graben

Der Mann hatte Glück und blieb unverletzt, allerdings gestaltete sich die Bergung des Gefährts laut Polizei kompliziert und langwierig. „Da der Lastwagen mit dem Fahrzeugboden auf der Asphaltkante festhing, musste ein Autokran hinzugezogen werden, der das Gespann letztlich gegen 5.30 Uhr aus dem Graben hieven konnte“, teilte die Pressestelle mit.

Der durch den Unfall entstandene Flurschaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf etwa 1500 Euro. An dem Sattelzug entstand lediglich geringfügige Beschädigungen, er konnte seine Fahrt anschließend fortsetzen. Für die Dauer der Bergungsmaßnahmen wurde eine Umleitung eingerichtet und die die Landesstraße bis etwa 6 Uhr vollgesperrt.

Die Polizei ermittelt nun wegen Unfallflucht und sucht sowohl Zeugen als auch den noch unbekannten Unfallverursacher. Die Beamten bitten insbesondere den Fahrzeugführer, der überholt wurde, sich unter der Rufnummer (06052) 91480 zu melden. (akh)

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