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Zukunft von BurnusHychem hängt weiter an seidenem Faden

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Von: Walter Kreuzer

Wie geht es weiter mit den Arbeitsplätzen der insolventen BurnusHychem im Werk Steinau? Eine erste Antwort soll das Insolvenzverfahren liefern.
Wie geht es weiter mit den Arbeitsplätzen der insolventen BurnusHychem im Werk Steinau? Eine erste Antwort soll das Insolvenzverfahren liefern. © Walter Kreuzer

Positive Signale seitens der Verantwortlichen des insolventen Chemieunternehmens BurnusHychem: Zusammen mit Investoren soll die Zukunft gestaltet werden. Zum Stand der Dinge äußerte sich das Büro des Insolvenzverwalters.

Steinau - Vor zwei Monaten hat das Darmstädter Unternehmen BurnusHychem einen Insolvenzantrag in Eigenregie gestellt. Dieser betrifft alle Firmen der Gruppe – und damit auch die Standorte in Steinau (Main-Kinzig-Kreis) und Züntersbach mit ihren mehr als 70 Beschäftigten. Bei diesen herrscht seither Ratlosigkeit, was die Zukunft angeht.

Auf Anfrage unserer Zeitung teilt nun eine Sprecherin des Invsolvenzverwalters mit, dass „Personalmaßnahmen von Seiten der Eigenverwaltung derzeit nicht geplant sind“. Das soll wohl heißen, dass keine Entlassungen vorgesehen sind. Die Löhne und Gehälter sind ohnehin für die Dauer von drei Monaten über das Insolvenzgeld gesichert.

Main-Kinzig-Kreis: Zukunft von BurnusHychem hängt weiter an seidenem Faden

Auf die Frage nach einem möglichen Investor bleibt die Antwort recht vage. Die Sprecherin schreibt mit einem optimistischen Unterton: „Direkt nach Anordnung des vorläufigen Eigenverwaltungsverfahrens wurde ein strukturierter Transaktionsprozess aufgesetzt. Es ist ein sehr erfreuliches Marktinteresse zu verzeichnen, die Verantwortlichen haben bereits Gespräche mit mehreren Interessenten geführt. Mit ersten verbindlichen Angeboten wird im Frühsommer gerechnet. Diese Angebote werden anschließend umfassend geprüft.“

Zuversicht vermittelt die Sprecherin auch auf die Frage nach der Einschätzung der Zukunftsaussichten des Unternehmens: Ziel sei es, „eine tragfähige Lösung für das Unternehmen zu erreichen. Möglich wäre das durch einen Investor. Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens, voraussichtlich im Monat Mai, wird das Unternehmen bis zu einer avisierten Übertragung an einen Investor durch die Eigenverwaltung fortgeführt“.

Die von BurnusHychem engagierten Sanierungsexperten Maximilian Pluta, Stefan Warmuth und Philip Konen „führen dabei den Betrieb zusammen mit der Geschäftsführung um Eike Ebert und unter Aufsicht des Sachwalters Dr. Andreas Kleinschmidt weiter fort“.

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