Der Fackelzug endete mit einem großen Mahnfeuer. / Foto: Oliver Held

500 Menschen demonstrieren mit Fackeln und Mahnfeuer gegen Trassenvariante VII

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hintersteinau - Der Neubau der Schnellbahn-Strecke Hanau–Fulda polarisiert dieser Tage wie kaum ein anderes Thema im Kreis. Im Auswahlverfahren stehen nun nur mehr die Trassenvarianten IV und VII. Am Sonntagabend waren fast 500 Demonstranten aus Hintersteinau und den Anrainerorten unterwegs, um mit Schildern, Fackeln und einem Mahnfeuer gegen Variante VII zu demonstrieren.

Die von der Neubaustrecke betroffenen Anwohner gaben ihrem Unmut mit einem beindruckenden Fackelzug Ausdruck. Mit den Fackeln wurde die von der Bahn angedachten Brücken von Hintersteinau und Uerzell nachgebildet. Der große Fackelzug endete mit einem großen Mahnfeuer.

Die Demonstranten solidarisieren sich mit den Bürgern und Bürgerinitiativen aus Gelnhausen, Wächtersbach, Schlierbach, Hesseldorf, Weilers, Neudorf, Sarrod, Ulmbach, Stork, Magdlos, Höf und Haid, Rückers, Flieden, Röhrigs, Rommerz, Neuhof, Niederkalbach, Mittelkalbach, Oberkalbach, Kerzell und Bronzell, heißt es in einer Pressenotiz.

All diese Orte würden sich vehement gegen die Planung der Variante VII wehren. Mit der Ausnahme von zwei Bürgerinitiativen (BI) seien sich alle Bürgerinitiativen von Gelnhausen bis Fulda einig, dass die Variante VII auf keinen Fall gebaut werden dürfe, heißt es weiter. Die in Hintersteinau ansässige Bürgerinitiative „Pro Lebensraum am Rand des Vogelsbergs“ setzt sich zusätzlich noch für einen ICE-Halt im Altkreis Schlüchtern ein, welcher nach Aussagen der DB Netz AG und „pro Bahn und Bus“ nur mit der Variante IV möglich wäre.

Die ersten Klagefonds seien bereits erfolgreich am Sammeln von Geldern für eventuelle Klageverfahren, sollte die DB Netz AG die Variante VII trotz des hohen Widerstands aus der Bevölkerung präferieren, so die BI. / tim

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