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Mittelaltermarkt in Steinau: Veranstalter verzeichnen Besucher- und Teilnehmerrekord

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Fotos: Margit Strott-Heinrich
Fotos: Margit Strott-Heinrich

Steinau - Zum neunten Mal hat die Trimburger Ritterschaft ein Mittelalterspektakel in der Grimm-Stadt veranstaltet. In diesem Jahr nahmen rund 50 mittelalterliche Gruppen am Spektakel teil. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war, das „Schultheiß“ Malte Jörg Uffeln geteert und gefedert wurde.

Am ersten Markttag regnete es zwar am Vormittag in Strömen, doch rechtzeitig zum Umzug der Akteure und Gruppen hörte der Regen auf. Und so machten sich Adel, Ritter, Gefolgsleute und Gaukler auf zu ihrem ersten Umzug, der im Schloss startete, einmal den Hirschgraben durchschritt und dann am Kumpen vor dem Rathaus endete.

Am Sonntag folgte dem Marktfrieden ein besonderes Spektakel. Der „Schultheiß“ der Stadt, Malte Jörg Uffeln, wurde von der Gerichtsbarkeit angeklagt, dem Herzog von Franken (Reinhold Wahler) den Kriegsdienst verweigert und sich statt dessen eber „mit Weibsvolk im Zuber“ herum getrieben zu haben. Schnell hatten ihn die Wachen erfasst, um ihn seiner gerechten Strafe zuzuführen.

Er wurde mit „Teer“ eingestrichen und anschließend mit Federn überschüttet. Da half keine Gegenwehr, kein Schreien, auch nicht der Schrei nach der Mama. Dann wurde er um den Brunnen geführt, damit ihn auch das Volk, das gekommen war, sehen konnte. Uffeln war an diesem Nachmittag wohl die meist fotografierte Person am Mittelaltermarkt.

Die Veranstalter konnten wohl nicht nur einen Besucherrekord ihres Mittelalterspektakels verzeichnen. In diesem Jahr waren auch so viele Lager wie noch nie in Steinau. Ein Lager zählt drei bis acht Zelte. Zudem waren rund 50 Gruppen mit insgesamt etwa 500 Leuten gekommen. Ein wahrlich mittelalterliches Unterfangen, das mit einem Tavernenspiel endete.

Ein ausführlichen Bericht lesen sie in der Montagausgabe der Kinzigtal Nachrichten sowie im E-Paper. / sth

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