Archivfoto: Andreas Ziegert

MKK-Spitze unterstützt uneingeschränkt Position des Veritas-Betriebsrates

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Gelnhausen - Die Spitze des Main-Kinzig-Kreises um Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordneten Susanne Simmler und Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann unterstützt uneingeschränkt die klare Position des Betriebsrates der Veritas AG, den geplanten Abbau von 700 Arbeitsplätzen am Standort Gelnhausen nicht mitzugehen.

Es sollten keinerlei Vereinbarungen mit der Unternehmensspitze beziehungsweise den potenziellen Investoren getroffen werden, teilte der Main-Kinzig-Kreis in einer Pressemitteilung mit. Der geplante Arbeitsplatzabbau in Gelnhausen werde nicht widerstandslos hingenommen.

In einem Gespräch mit dem Betriebsrat am Mittwochmorgen habe die Kreisspitze nicht nur ihre Solidarität mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Veritas erklärt, sondern unmissverständlich deutlich gemacht, dass der im Raum stehende Vorschlag von einem Arbeitsplatzabbau von 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer Abfindungszahlung von drei Monatsgehältern ein völlig inakzeptables Angebot darstellt.

Kein fairer Interessenausgleich

„Der Betriebsrat hat uns gegenüber klar gemacht, dass er diesen Weg nicht mittragen wird. Wir unterstützen den Betriebsrat in dieser klaren Haltung uneingeschränkt“, werden Thorsten Stolz, Susanne Simmler und Winfried Ottmann in der Pressemitteilung zitiert.

Für die Kreisspitze habe es überhaupt nichts mit einem fairen Interessenausgleich zu tun, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die 20, 30 oder 40 Jahre dem Unternehmen die Treue gehalten haben, ein Angebot für eine Abfindung in Höhe von drei Monatsgehältern vorgelegt werde

Beschäftigte nicht völlig chancenlos?

Zudem fordere die Kreisspitze gemeinsam mit dem Betriebsrat, dass klare Zukunftsperspektiven für den Standort Gelnhausen aufgezeigt werden müssen. Auch vergleichbare Situationen in anderen Unternehmen hätten gezeigt, dass die Beschäftigten hier nicht völlig chancenlos sind.

Vor diesem Hintergrund habe die Kreisspitze bereits in der vergangenen Woche angekündigt, aufgrund der aktuellen Meldungen rund um Verkauf und den geplanten Arbeitsplatzabbau bei der Veritas AG den engen Kontakt zum Betriebsrat zu suchen.

„Völlig inakzeptabel und ein schlechter Stil“

„Nach dem ersten Schock über den angekündigten Arbeitsplatzabbau von 700 Stellen am Standort Gelnhausen stehen wir hier klar in der Verantwortung für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Familien“, erklären Thorsten Stolz, Susanne Simmler und Winfried Ottmann.

Es sei eine perfide Strategie, die Beschäftigten und die Öffentlichkeit offenbar vor vollendete Tatsachen zu stellen und auf diese Weise Druck aufzubauen. Doch das Gespräch mit dem Betriebsrat habe gezeigt, dass diese Ankündigung nicht widerstandslos hingenommen werden müsse.

Die Kreisspitze verweist darauf, dass viele Beschäftigte der Veritas AG seit Jahrzehnten die Treue halten und insbesondere in Krisensituationen immer bereit waren, durch eigene Abstriche ihren Beitrag zur Unternehmenssicherung zu leisten. Vor diesem Hintergrund sei die aktuelle Unternehmenspolitik völlig inakzeptabel und ein schlechter Stil. / FZ

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