Archivfoto: Dietmar Kelkel

Möller: „Zeigen Sie sich verantwortungsvoll und solidarisch – aber auch besonnen“

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlüchtern - Das Coronavirus hält momentan Städte und Gemeinden auf Trab. Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller beantwortet die wichtigsten Fragen dazu, wie die Stadt Schlüchtern mit der Krise umgeht.

Von unserem Redaktionsmitglied Alexander Gies

Welche Veranstaltungen in Ihren Kommunen werden ganz sicher noch abgesagt werden oder können womöglich weiter stattfinden?

Eine Auflistung der abgesagten Veranstaltungen finden Sie auf der städtischen Homepage www.schluechtern.de. Diese wird stetig aktualisiert. Darunter fallen unter anderem die städtischen Veranstaltungen wie die Bürgerversammlung am 18. März sowie die Vorstellung des Abrisskonzeptes Langer/KSK am 31. März. Über die Veranstaltungen „We kehr for Schlüchtern“ und den Helle Markt wird unter Rücksichtnahme der bevorstehenden Entwicklungen in den nächsten Wochen entschieden.

Wie reagieren Sie als Verwaltungschef auf diese Ankündigung und wie setzen Sie diese um?

Durch eine bereits vorhandene professionelle Führungskultur konnte am Freitag umgehend eine fachbereichsübergreifende Arbeitsgruppe einberufen werden, welche sich ausführlich mit der Verfügung des Main-Kinzig-Kreises auseinandergesetzt hat. Die dahingehend Verantwortlichen beobachten die aktuellen Geschehnisse und bewerten täglich die Lage sowie die damit verbundenen Maßnahmen neu.

Welche Vorsichtsmaßnahmen haben Sie ergriffen?

Die Hygienebestimmungen in den städtischen Dienststellen wurden entsprechend der einschlägigen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts erhöht. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde dahingehend sensibilisiert, sich sorgfältig und verantwortungsvoll – auch im privaten Umfeld – zu verhalten. Eine entsprechende aktuelle Mitarbeiterinformation wurde am Freitag verteilt. Ich appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger: „Zeigen Sie sich verantwortungsvoll und solidarisch – aber auch besonnen. Jeder einzelne muss dazu beitragen, die Folgen der Pandemie im Bergwinkel und vor allem in Schlüchtern abzumildern. Die Ausbreitung kann nach Expertenmeinung wohl nicht gestoppt, aber verlangsamt werden.“

Gibt es ein abgestimmtes Vorgehen in Ihren kommunalen Einrichtungen, wie mit der Pandemie umgegangen werden soll?

Die Maßnahmen werden sachlich und lösungsorientiert in der einberufenen Arbeitsgruppe abgewogen. Per Pressemeldung wurden an die Bürgerinnen und Bürger Informationen gegeben und die Bitte gerichtet, persönliche Besuche nur auf dringende und unaufschiebbare Angelegenheiten zu beschränken und sich alternativ telefonisch oder per Email an die Verwaltung zu wenden.

Welche Teile der Verwaltung können nötigenfalls auch online von Zuhause arbeiten, bei welchen Abteilungen ist dies nicht möglich?

Auf Grund der bereits aktuell bestehenden technischen Infrastruktur, ist es uns möglich diese auf die gegenwärtigen und zukünftig entstehenden Situationen anzupassen. In vielen Bereichen der Stadtverwaltung ist es bereits jetzt möglich über Home-Office Arbeitsplätze miteinander zu kommunizieren und zu interagieren. Die bestehende Infrastruktur wird unter Berücksichtigung der aktuellen Lage stetig angepasst und weiterentwickelt. Damit versuchen wir Vorkehrungen zu treffen um im Bedarfsfall versorgungsnotwendige Bereiche aufrecht und funktionsfähig zu halten.

Hat die Pandemie Auswirkungen auf den Betrieb des Hallenbades?

Der Magistrat wird in einer Sondersitzung am kommenden Montag gemeinsam mit der eingerichteten Arbeitsgruppe über die gegenwärtige Situation beraten und weitere Handlungsempfehlungen, unter anderem mögliche Maßnahmen im Bereich der städtischen Einrichtungen und Dienststellen erörtern und bekanntgeben. Hierzu wird auch über die städtischen Social-Media-Kanäle und die Homepage kontinuierlich informiert.

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