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Muslimische Jugend besucht Sinntaler Senioren

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Sterbfritz - Einige Mitglieder der Jugendorganisation Khuddam-ul-Ahmadiyya der hiesigen muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde haben am Freitagnachmittag die Senioren im Sterbfritzer "Lebensbaum" besucht.

Unter dem Motto "Jung trifft Alt" möchten die Mitglieder der Jugendorganisation in Deutschland bereits seit 17 Jahren nicht nur eine Brücke zwischen den Generationen schlagen, sondern sich auch für ein gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein stark machen.

"Wir sind hier, um den Senioren alles Gute für das neue Jahr zu wünschen und ihnen etwas Abwechslung zu bieten", erklärt der Leiter der Jugendgruppe, Kamran Butt.

Die in Deutschland aufgewachsenen muslimischen Jugendlichen möchten mit einem solchen Generationentreff bewirken, dass die Themen demografischer Wandel, Integration und gesellschaftlicher Friede in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt werden. Sehr positiv wurde die Aktion auch von den Bewohnern empfunden: "Wir sehen den Besuch als schöne Geste und freuen uns sehr", berichten Bewohner des Sterbfritzer Seniorenzentrums.

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat steht für einen toleranten Islam, der für die Gleichwertigkeit der Geschlechter und für ein friedliches Miteinander unter den Religionen und Gesinnungen einsteht. "Unsere Gemeinde unterscheidet sich von anderen islamischen Strömungen insofern, dass wir glauben, dass der in allen Weltreligionen vorausgesagte Messias in Person des Begründers unserer Gemeinde, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad, bereits erschienen ist", erklärt der Gruppenleiter. / KN

Hintergrund:

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat wurde 1889 in Qadian (Indien) als Reformgemeinde im Islam gegründet. In Deutschland gehört sie zu der ältesten und mit über 35 000 Mitgliedern zu den größten islamischen Organisationen. / KN

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