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Nach Modellflugzeug-Sichtung: Drohnen bereiten der Deutschen Flugsicherung mehr Probleme

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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BAD SODEN-SALMÜNSTER - Im Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen hat der Pilot eines Linienflugzeugs am Dienstag ein Modellflugzeug wahrgenommen. Es sei in mehr als zwei Kilometern Höhe unterwegs gewesen. Das sei laut der Deutschen Flugsicherung (DFS) eine seltene Sichtung.

Nach Angaben der DFS hat sich der Airbus in einer Flughöhe von 8800 Fuß (rund 2700 Meter) über Bad Soden-Salmünster befunden. Das Modellflugzeug habe der Pilot in ähnlicher Höhe angegeben. Einen solchen Vorfall nennt die Flugsicherung „Luftfahrzeugannäherung“.

Nicht erlaubt, so hoch zu fliegen

Was wäre passiert, wenn das Modellflugzeug tatsächlich mit dem Passagierflieger kollidiert wäre? Darauf hat die DFS keine klare Antwort. Man müsse wissen, wie groß und schwer das Modellflugzeug war, sagt eine Pressesprecherin. Diese Details sind allerdings unklar. Nach dem Verantwortlichen für den Flieger wird gesucht.

Wie hoch Modellflugzeuge rein technisch fliegen können, kann die DFS auch nicht beantworten. Klar ist allerdings: Es ist an dieser Stelle nicht erlaubt, so hoch zu fliegen. „Das wissen Modellflugpiloten üblicherweise“, sagt die Pressesprecherin.

Drohnen seien weitaus größeres Problem

Eine Sichtung in dieser Höhe sei äußerst selten. Was in den vergangenen Jahren hingegen häufiger vorkomme, seien Behinderungen durch Drohnen. Im vergangenen Jahr waren das bundesweit 125 (2018: 158).

Im Nahbereich des Frankfurter Flughafens waren es im Jahr 2018 insgesamt 31 Behinderungen durch Drohnen, im Jahr 2019 gab es 28. Auch diese seien in der Vergangenheit teilweise als „Luftfahrzeugannäherung“ durch Piloten gemeldet worden. „Drohnen sind in erstaunlich großen Höhen unterwegs“, sagt die DFS-Sprecherin. / mal

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