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Neue Details zur überfahrenen Wölfin von Bad Orb

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Bad Orb - Die Wölfin, die Ende September auf einer Landesstraße zwischen Burgjoß und Bad Orb überfahren worden ist, ist keine Unbekannte.

Von unserem Redaktionsmitglied Alexander Gies

Wie die hessische Wolfsbeauftragte Susanne Jokisch auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte, handelt es sich um das selbe Tier, das am 15. April bei Mittelkalbach im Landkreis Fulda drei Schafe gerissen hatte. Das habe die genetische Analyse des Tieres durch das Labor beim Forschungsinstitut Senckenberg ergeben.

Hinweise auf eine Zugehörigkeit zu einem bestimmten Rudel lägen bislang nicht vor. Derzeit geht das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie, das für das Wolfsmonitoring in Hessen zuständig ist, von einem Einzeltier aus, das aus Ostdeutschland, Westpolen oder Niedersachsen stammen könnte.

An Landstraße überfahren

Die Wölfin war am 29. September an der Landstraße zwischen Burgjoß und Bad Orb tot aufgefunden worden. Offenbar war das Tier überfahren worden. Laut Susanne Jokisch sind in Hessen in diesem Jahr acht Wölfe bestätigt. Davon wurden zwei tot aufgefunden, einer ist abgewandert, und zwei halten sich vermutlich im Vogelsbergkreis beziehungsweise im Landkreis Hersfeld-Rothenburg auf.

Kalb von Wolf gerissen

Auch in einem zweiten Fall in der Region Kinzigtal gibt es nun Gewissheit: Das am 29. Oktober auf einer Weide bei Unter-Seibertenrod im Vogelsberg tot aufgefundene Angus-Kalb wurde von einem Wolf gefressen. Das konnte nun anhand der noch am selben Tag vor Ort genommenen Genprobe nachgewiesen werden, teilt das Landesamt mit.

Da das neugeborene Kalb aller Wahrscheinlichkeit nach lebensfähig war und massive Fraßspuren an Rumpf und Hinterbeinen aufwies, deutet vieles darauf hin, dass es von einem Wolf gerissen wurde. Seit mindestens Mai hält sich nachweislich ein Wolf im Gebiet um Ulrichstein auf. Der Zeitraum deutet darauf hin, dass der Wolf dort sesshaft geworden sein könnte.

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