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Neuer Mehrheits-Aktionär bei der Veritas AG – weiterer Stellenabbau

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Gelnhausen - Die Veritas AG mit Sitz in Gelnhausen bekommt mit dem amerikanischen Industrieinvestor AIAC (American Industrial Acquisition Corporation) einen neuen Mehrheits-Aktionär. Das gab das Unternehmen in einer Pressemeldung bekannt.

Der Einstieg der AIAC ist Voraussetzung für die Restrukturierung der Veritas AG. Die bestehenden Anteilseigner geben dafür die überwiegende Mehrheit ihrer Anteile ab.

Außerdem gab das Unternehmen bekannt, dass ein weiterer Abbau von Stellen „unausweichlich“ sei. Bis Ende des Jahres 2022 werden am Hauptstandort in Gelnhausen 700 Arbeitsplätze wegfallen.

Dennoch soll Gelnhausen weiterhin ein entscheidender Standort für die Poppe-Veritas-Gruppe bleiben. Am Standort in Benshausen (Thüringen) ist der Abbau von 120 Arbeitsplätzen geplant.

Verzicht auf Prämien

Am Standort in Neustadt (Sachsen) fallen 40 Stellen und bei Poppe in Gießen 20 Stellen weg. Außerdem werden die Mitarbeiter aufgefordert, auf ihre Jahresleistungsprämien für die Jahre 2019 bis 2022 zu verzichten.

Die Belegschaften der betroffenen Standorte werden seit Donnerstag in mehreren Belegschaftsversammlungen über die geplanten Maßnahmen zur Sanierung des Unternehmens informiert.

Massive Einschnitte

„Diese Einschnitte sind massiv und schmerzhaft, aber ohne Alternative, denn nur so können wir die Zukunftsfähigkeit der deutschen Standorte sichern“, betont Vorstandssprecher Dr. Matthias Häberle. Deutschland werde auch in Zukunft der entscheidende Standort für die Poppe Veritas Gruppe bleiben.

„Wir sind davon überzeugt, dass mit der gemeinsamen Kraftanstrengung aller Beteiligten langfristig stabile und zukunftsfähige Arbeitsplätze in einem nachhaltig gesunden Unternehmen für mehr als 1300 Menschen in Deutschland gesichert werden“, so Dr. Häberle.

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