Fotos: Tim Bachmann

Ökodorf-Fest in Breitenbach glänzt mit Regionalität

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Breitenbach - „Ich bin rundum zufrieden“, sagte Dr. Karl-Heinz Schmidt, Leiter der Ökologischen Forschungsstation Schlüchtern (ÖFS), am Sonntagnachmittag lächelnd. Zu diesem Zeitpunkt herrschte vor dem Breitenbacher Dorfgemeinschaftshaus noch Hochkonjunktur.

Von unserem Redaktionsmitglied Tim Bachmann

Zahlreiche Stände waren hier zu finden: BUND, NABU, Behindertenwerk, Bäckerei Fink, „Die Biene“, Solidarische Landwirtschaft Osthessen, Baumschule Leinweber, Kolb & Müller, eine Ölmanufaktur, Don Bosco, der Landschaftspflegeverband Main-Kinzig und die Biobauern aus Breitenbach gaben Informationen, boten Waren feil oder versorgten die vielen Marktbesucher mit regionalen Speisen und Getränken.

Erster Stadtrat Reinhold Baier (CDU) hob als Vertreter des erkrankten Schirmherrn, Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller (parteilos), das besondere Engagement der Initiatoren hervor. Baier: „Es ist mir eine große Ehre, die erste Veranstaltung dieser Art zu eröffnen. Ich hoffe, es ist der Auftakt für weitere Veranstaltungen.“ An die Initiatoren des Tages, Karl-Heinz Schmidt, Jan Rüffer, Heino Ackermann und Günter Bornholdt, gewandt, sagte Baier: „Ihr habt gesagt, dass da viel Arbeit hinter steckt. Aber ich richte schon mal meine Bitte an euch fürs nächste Jahr: Bitte wieder.“

140 Hektar ökologisch bewirtschaftet

In dem selbsternannten Ökodorf Breitenbach werden etwa 140 Hektar – das sind etwa 200 Fußballfelder – ökologisch bewirtschaftet. Das entspricht 40 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Hessenweit sind es 15, deutschlandweit 9 Prozent. Auf diese Zahlen gingen auch die weiteren Redner ein: die aus Schlüchtern stammende Europaabgeordnete Anna Cavazzini, Landtagsabgeordneter Markus Hofmann (beide Grüne) und Erste Kreisbeigeordente Susanne Simmler (SPD).

Führungen wurden angeboten

Umweltdezernentin Simmler lobte die Regionalität und auch die Idee hinter dem Ökotag: „Sei selbst die Veränderung, die du dir wünschst“, zitierte Simmler Mahatma Gandhi und spielte damit auf den Regional-Gedanken an. Wenn jeder regionale Produkte kaufen würde, wäre auch viel für das Klima getan. Daran knüpfte auch Anna Cavazzini an.

Angeboten wurden am Breitenbacher Ökotag aber nicht nur regionale Produkte und Speisen, sondern auch Führungen. So informierte Dr. Karl-Heinz Schmidt über das Walnusswiesen-Projekt, Bettina Koppmann-Rumpf (ÖFS) führte zu den Streuobstwiesen und Hans Rüffer gab Erläuterungen zu seinen Breitenbacher Yaks.

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