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Ortsbeirat in Schlüchtern fordert Reifenwaschanlage

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlüchtern - Die Erddeponie und die damit verbundenen Verschmutzungen auf der Hauptstraße ins Dorf hinein sorgen derzeit bei den Hohenzellern für erhitzte Gemüter und Verärgerung. Auch der Ortsbeirat befasste sich in seiner letzten Sitzung vor dem Jahreswechsel im Jugendraum des Dorfgemeinschaftshauses mit dem Thema.

Von Kathrin Noll

Täglich rollen unzählige Lastwagen aus dem weiteren Umkreis in Richtung Hohenzeller Erddeponie, die sich hinter der alten Müllkippe befindet. Die bei der momentanen Witterung nach dem Abladen mit feuchter Erde und Schlamm beschmutzten Reifen der Lastwagen hinterlassen auf dem Rückweg einen glitschigen Film auf der Fahrbahn der Hauptstraße (betroffen ist vor allem die Spur in Richtung Schlüchtern) – und das ärgert die Hohenzeller gewaltig.

„Die Bürger regen sich darüber auf, dass ihre Autos ständig dreckig sind“, schilderte Ortsvorsteher Hartmut Jäger die Situation. Zudem seien die Ablagerungen in den Straßenkurven nicht ungefährlich, da Fahrzeuge gerade bei Nässe ins Schleudern und Rutschen geraten könnten, gab er zu bedenken. Entsprechende Verkehrsschilder und Geschwindigkeitsbegrenzungen weisen auf die Gefahr hin.

Täglich oft mehr als 30 Kipper mit Erde

Jäger hat sich bereits mit dem zuständigen Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Main-Kinzig-Kreises in Gelnhausen-Hailer in Verbindung gesetzt. Dort teilte man ihm mit, dass die Straße regelmäßig gekehrt werde – doch das scheint nicht auszureichen. Über die Weihnachtstage und zwischen den Jahren werden die Transporte zwar pausieren, ab Anfang des neuen Jahres aber rollen die Laster wieder – voraussichtlich bis 2021. Der Ortsbeirat fordert daher nachdrücklich, ab Januar eine Reifenwaschanlage an der Erddeponie zu installieren, um so einen großen Teil der Verschmutzungen zu vermeiden.

Zu den täglich oft mehr als 30 Kippern mit Erde kommen noch sechs bis acht weitere Lastwagen hinzu, die die Kompostierungsanlage ansteuern. „Das alles ist schon eine erhebliche Belastung für uns“, so der Ortsvorsteher. In seinem Jahresbericht blickte er zurück auf erfolgreich abgeschlossene Projekte, die in Eigenregie und mit Hilfe des Bauhofs umgesetzt werden konnten.

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