Im Naturschutzgebiet türmt sich der Bauschutt.
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Im Naturschutzgebiet Sinntal-Aue türmt sich der Bauschutt.

Respektlosigkeit gegenüber der Natur

Ortsvorsteher von Altengronau ärgert sich über illegal entsorgten Müll

Mitten in Altengronaus Naturschutzgebiet Sinntal-Aue stapelt sich immer wieder illegal entsorgter Müll. Das ist in der Region kein Einzelfall. An der Schützhütte am Kneippbecken wurden zudem die Scheiben eingeworfen. Nun meldet sich Ortsvorsteher Winfried Maienschein zu Wort.

Von Brigitte Betz

„Es ist erschreckend zu sehen, wie besonders in jüngster Zeit die illegale Entsorgung von Müll und Bauschutt in der Gemarkung Altengronau zunimmt“, sagt Maienschein auf Nachfrage unserer Zeitung. Es ärgert ihn, dass durch die illegalen Ablagerungen „die Natur belastet und verschandelt wird“ und, „dass auch unnötige Kosten entstehen, wenn die Bauhofmitarbeiter der Gemeinde ausrücken müssen, um den Unrat dieser Umweltfrevler wieder einzusammeln. Dieses Geld könnte an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt werden“.

Aus der Not heraus handeln die unbekannten Täter offensichtlich nicht, der Entsorgungskalender der Gemeinde weist ein umfangreiches Angebot auf – ein kurzer Blick genügt: Regelmäßig abgeholt werden Bio, Papier, gelbe Tonne und Restmüll, zwei- bis viermal im Jahr Sonderabfall, Gartensperrmüll und Sperrmüll. Warum gibt es also immer wieder Umweltfrevler, die sich nicht an die Regeln halten, fragt sich wohl so mancher Naturfreund.

Unbekannte haben Abrissholz im Wasserschutzgebiet abgeladen.

Umweltverschmutzung in Altengronau: Müll im Naturschutzgebiet deponiert

Zu den negativen Fundstücken gehörten in Altengronau unlängst – vor der Entsorgung durch die Gemeinde – zerschlagene Badfliesen in sechs Einkaufstüten diverser Großmärkte, inklusive einem Logo aus München. Des Weiteren waren Waschbecken, Fliesenkleber im Plastikeimer und vieles mehr dort entsorgt worden. All das nur drei Schritte entfernt von dem Schild, das das Naturschutzgebiet Sinntal-Aue kenntlich macht. Jenes befindet sich am Elmacker unterhalb des Gewerbegebiets.

Im Schloss vor der Gerhäuser Ruine ziert eine Matratze die wenig einladende Umgebung. Und nicht nur im Tal, sondern auch auf dem Ziegenberg wird abgeladen. Und zwar ebenfalls zerbrochene Bodenfliesen, Glasscheiben und ein Blumenerde Sack mit unbekanntem Inhalt. An die Tiere, die sich dort tödlich verletzen könnten, denkt keiner. Am Berg gegenüber, in der Nähe des Altengronauer Waldkindergartens, wurde außerdem Abrissholz illegal entsorgt. Ein nahes Schild zeugt vom Wasserschutzgebiet, auch das störte die unbekannten Täter nicht.

Ortsvorsteher Winfried Maienschein: Kein Verständnis für solche Taten

Die Fensterscheibe der Schutzhütte ist eingeschlagen.

Am Kneippbecken hinter dem Naturbad zeigt sich auch ein wüstes Bild. Mal wird das Becken mit Erde verunreinigt, mal mit Steinen gefüllt, berichtet Maienschein. Eine Fensterscheibe an der angrenzenden Schutzhütte wurde zweimal innerhalb weniger Wochen eingeschlagen. „All diese unschönen Taten zeugen von großer Respektlosigkeit gegenüber der Natur und den Vereinen, die sich ehrenamtlich um das Wohl Altengronaus bemühen und für eine saubere und einladende Umgebung sorgen“, sagt Maienschein.

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