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Parkraumbewirtschaftung und Neubau der Fußgängerbrücke im Ortsbeirat thematisiert

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Steinau - „Dauerbrenner“ beim Ortsbeirat Steinau Innenstadt sind die Themen Parkraumbewirtschaftung und Neubau der Fußgängerbrücke. Auch in der jüngsten Sitzung wurde über diese Themen beraten.

Von Fritz Christ

Seit längerer Zeit beschäftigt sich der Steinauer Ortsbeirat mit der Parkraumsituation in der Altstadt. Wie Ortsvorsteher Werner Herd erläuterte, habe eine vor wenigen Wochen stattgefundene Bürgerversammlung zu diesem Thema keine Klarheit gebracht. Es gebe nach wie vor keine Lösung zwischen den Nutzungskonflikten.

Der stellvertretende Ortsvorsteher Frank Amend erläuterte die Situation in der Brüder-Grimm-Straße und den angrenzenden Straßen: Einerseits gebe es Anwohner, die keinen eigenen Stellplatz für ihr Auto haben und auf öffentliche Parkplätze angewiesen sind. Auf diesen gebe es jedoch die Zwei-Stunden-Parkscheinreglung, sodass die Anwohner alle zwei Stunden ihr Auto umparken müssten. Andererseits wünschen sich die Geschäftsleute für ihre Kunden ausreichend Parkplätze.

Bürgervotum wichtig

Die von der Stadtverwaltung zu diesem Thema vorgenommene Umfrage sei nicht verlässlich, weswegen keine genauen Daten vorlägen. Der Fragebogen sei ungeeignet gewesen und es seien nicht alle Beteiligten erreicht worden.

Laut Ortsvorsteher Herd sei jedoch das Bürgervotum wichtig. Es soll deshalb ein neuer Fragebogen erarbeitet werden und zu gegebener Zeit nochmals eine Bürgerversammlung stattfinden. Bis Jahresmitte 2020 will der Ortsbeirat eine endgültige Empfehlung zur Parkraumbewirtschaftung abgeben.

Wenig Nutzung des Parkplatzes an der Mauerwiese

Sonja Senzel regte an, Parkscheinautomaten aufzustellen. Zur Sprache kam zudem die Möglichkeit des Ausstellens von Anwohner-Parkausweisen. Von Zuhörern der Ortsbeiratssitzung kam der Hinweis, dass der nahe gelegene große Parkplatz an der Mauerwiese zu wenig genutzt werde. Dieser sei eine geeignete Alternative zum Parken in der Brüder-Grimm-Straße. Die Problematik gehe laut Herd auch mit einem grundsätzlichen Konzept für die Weiterentwicklung der Innenstadt einher. Nach Abschluss der Altstadtsanierung sei diesbezüglich nichts mehr passiert.

Ein weiteres Thema der Ortsbeiratssitzung war der vorgesehene Neubau einer Fußgängerbrücke über die Kinzig, als Ersatz der im Zuge der Renaturierung des Flusses abgerissenen alten Brücke. Auf vielfachen Wunsch von Bürgern hat sich der Ortsbeirat Innenstadt für einen Wiederaufbau stark gemacht. Wie Ortsvorsteher Herd erläuterte, sei das Planungs- und Genehmigungsverfahren im Gange. Vorgesehen sei eine Stahlträgerkonstruktion mit einem Holzaufbau.

Brücke soll nächstes Jahr fertig sein

Eines der noch vorhandenen Fundamente auf der einen Seite der Kinzig könne wiederverwendet werden. Auf der anderen Flussseite müsse ein neues Fundament gebaut werden. 40.000 Euro seien im städtischen Haushalt eingestellt. Eine Reihe von Arbeiten soll in Eigenleistung erfolgen. Ortsvorsteher Herd: „Ziel ist es, dass wir Ende nächsten Jahres über die Brücke gehen können.“

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