Roland Ullmann wird neuer Landespolizeipräsident
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Heikle Aufgabe für Roland Ullmann, Hessens neuen Landespolizeichef.

Nachfolger von Udo Münch

Vom Polizeipräsidium Südosthessen: Roland Ullmann wird neuer Landespolizeichef

Auf Hessens neuen Landespolizeichef wartet viel Arbeit: Es tauchen immer neue rechtsextreme Drohschreiben auf. Roland Ullmann wird wenig Zeit zum Einarbeiten bekommen.

Wiesbaden - Wenige Tage nach dem Rücktritt von Hessens Landespolizeipräsident Udo Münch in der Drohmail-Affäre steht sein Nachfolger fest: Roland Ullmann, der derzeitige Leiter des Polizeipräsidiums Südosthessen, wird den Posten übernehmen. Innenminister Peter Beuth (CDU) wird den 62-Jährigen, der aus Linsengericht stammt, am Freitag offiziell vorstellen.

„Roland Ullmann ist ein kluger Stratege, der alle Facetten des Polizeiberufs kennt“, sagte Beuth in Wiesbaden. „Er ist ein erfahrener Kriminalist, versierter Ermittler und hat bis heute an vielen wichtigen Stellen Verantwortung für die hessische Polizei übernommen. Er ist der richtige Mann für diese wichtige Aufgabe.“

Roland Ullmann wird Hessens neuer Landespolizeichef - neue rechtsextreme Drohschreiben aufgetaucht

In der Affäre um rechtsextreme Drohmails und die Debatten über ein mögliches rechtes Netzwerk bei der hessischen Polizei tauchen derweil neuen Drohschreiben auf. Nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft sind erneut mit „NSU 2.0“ unterzeichnete Drohmails eingegangen, in denen den Linken-Politikerinnen Janine Wissler, Martina Renner und Anne Helm sowie der Kabarettistin Idil Baydar der Tod gewünscht wird.

Sie seien „an einen größeren Empfängerkreis“ gegangen und in ähnlicher Art abgefasst wie die vorangegangenen Drohmails, sagte eine Sprecherin der Ermittlungsbehörde. Auch Redaktionen sind mit Drohmails konfrontiert worden. Schreiben ging demnach an die Redaktion der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ und die Berliner Zeitung „taz“.

Nach der Drohmail-Affäre: Peter Beuth muss sich in Sondersitzung des Innenausschusses kritischen Fragen stellen

Beuth muss sich wohl am Dienstag in einer Sondersitzung des Innenausschusses im hessischen Landtag zu der Drohmail-Affäre den kritischen Fragen der Abgeordneten stellen. SPD und Linke forderten, dass die Sondersitzung öffentlich ist und eine Übertragung per Livestream möglich gemacht wird. „Der Skandal um die Drohbriefe und die mögliche Verstrickung von hessischen Polizeibeamten wird mittlerweile deutschlandweit beobachtet“, erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Günter Rudolph. „Diese Affäre muss transparent aufgeklärt werden.“

Die Landesregierung plant derweil, die LKA-Spitze stärker unter die Aufsicht des Innenministeriums zu stellen. Nach Angaben des Ministeriums hat es bereits 2017 illegale Datenabfragen durch Polizisten gegeben. Diese sollen sich auf eine Person aus der rechtsextremen Szene bezogen haben. (dpa)

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