Wegen schlechter Versorgung seiner Rinder wurde ein Mann aus Schlüchtern verurteilt.
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Wegen schlechter Versorgung seiner Rinder wurde ein Mann aus Schlüchtern verurteilt.

Verstoß gegen Tierschutzgesetz

Abgemagerte Rinder und übergelaufenes Güllebecken: Schlüchterner (46) schwänzt Gerichtstermin

Gleich wegen zwei Anklagen sollte sich ein 46-Jähriger vor dem Amtsgericht Gelnhausen verantworten. Zu dem anberaumten Termin erschien der Mann aus einem Schlüchterner Stadtteil jedoch nicht. Doch Abwesenheit schützt vor Strafe nicht.

Schlüchtern - Vorgeworfen wird dem Angeklagten zum einen eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz, zum anderen eine Bodenverunreinigung.

In beiden Fällen hatte das Gericht je einen Strafbefehl verhängt. Dagegen hatte er Einspruch eingelegt, sodass es nun zu den Verhandlungen kommen sollte. Doch dazu blieb der 46-Jährige ohne jegliche Entschuldigung fern. Deswegen verwarf Richter Thomas Russell die Einsprüche. Die Strafbefehle besitzen wieder ihre Gültigkeit.

Rinder mussten hungern: 46-Jähriger zu Geldstrafe verurteilt

Beim Verstoß gegen das Tierschutzgesetz soll der Schlüchterner insgesamt sieben Rinder derart schlecht mit Futter versorgt haben, dass sie in einem abgemagerten Zustand vorgefunden wurden. Bei der Bodenverunreinigung wird dem 46-Jährigen vorgeworfen, ein Güllebecken nicht ordnungsgemäß nach den Gewässerschutzvorschriften in Benutzung gehabt zu haben. Es lief schließlich über.

Wegen der schlechten Versorgung der Rinder erging ein Strafbefehl über 3900 Euro (130 Tagessätze à 30 Euro), wegen der Gülleproblematik über 1500 Euro (50 Tagessätze à 30 Euro). Insgesamt läppert sich so ein Betrag von 5400 Euro zusammen, die der Mann aus der Bergwinkelstadt nun bezahlen muss. (ls)

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