Fotos: Elisabeth Schmitt

Romsthal ist „Dolles Dorf“ – Fernsehbeitrag am Samstag in der „Hessenschau“

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Romsthal - Romsthal ist „Dolles Dorf“ – rasend schnell verbreitete sich am Donnerstagabend diese Nachricht. Am Freitag drehte ein hr-Filmteam fast den ganzen Tag, und das Ergebnis ist am Samstag in einem etwa fünfminütigen Beitrag in der „Hessenschau“ zu sehen.

Von Elisabeth Schmitt

Rasch wurde die Kontaktnummer gewählte und dem Team mit Redakteurin Nora Enns, Marcus Bär (Kamera), Christian Mathias (Ton) und Herwig Höhn (Licht) der Treffpunkt Huttengrundhalle mitgeteilt. Dort rauchten bald die Köpfe der zahlreiche Romsthaler, denn es galt Besonderheiten im Dorf herauszuarbeiten, um sie dem Fernsehteam zu präsentieren. Ortsbeiratsmitglieder, Vereinsvertreter und interessierte Bürger förderten viel Interessantes zutage.

Romsthal zeigt, was es zu bieten hat

Einen Sportverein hat fast jedes Dorf, aber wohl nur wenige eine reine Männersportgruppe, die seit 25 Jahren regelmäßig in der Halle ihre Fitness fördert und darüberhinaus Ausflüge macht und die Geselligkeit pflegt (mit ihren Frauen). Auch eine Feuerwehr gibt es überall, aber nur wenige, die auf nationaler und internationaler Ebene Wettbewerbe bestreiten. Und gesungen wird ebenfalls in vielen Orten, aber einen jungen Chor wie die „New Voices“, die derzeit ihren Schwerpunkt auf die 1990er Jahre legen, trifft man nicht überall. Enns staunte nicht schlecht, als ihr zudem vom Ski- und Wanderclub als mehrfachem „Europasieger“, der bei Veranstaltungen die Schule einbezieht, und von den in der zweiten Bundesliga agierenden Sportkeglern berichtet wurde.

Auch ein Backhaus mit einer zweiten Ebene zum gemütlichen Verweilen, das in Eigenleistung erneuert wurde, hat nicht jeder. Eine Besonderheit ist das „weiße Kreuz“ am Streufling. Ein Bauingenieur, der einst nach Westfalen ging, um dort sein täglich Brot zu verdienen, ließ vor Jahrzehnten ein Holzkreuz errichten. Als dieses der Witterung nicht standhielt, ließ er es durch ein weiß gestrichenes Metallkreuz ersetzen. Dem früheren Ortsvorsteher Hubert Möller sagten der Spender und sein Sohn einmal, dass sie sich bei Besuchen beim Anblick dieses Kreuzes einfach zuhause fühlten.

Wetter beeinträchtigt Dreharbeiten

Auch das so genannte „Herrenhaus“, in dem heute noch die Förderin der heimischen Vereine, Dagmar Gräfin von Roedern, wohnt, könne einen Besuch wert sein, so die Gruppe. Drüber hinaus boten sich die Spielzeugsammlung von Mathias Wins an und die Bienenzucht von Helmut Bös. Bös widmet sich den „normalen“ Bienen, schuf aber jüngst auch Voraussetzungen für die Ansiedlung von Waldbienen.

Nora Enns hörte sich die vielen Vorschläge an, fragte nach, wog ab und stellte einen Plan für den gestrigen Drehtag auf. Natürlich kann nicht alles gezeigt werden, aber Romsthal hat viel zu bieten, wie das Brainstorming ergab. Etwas beeinträchtigt wurden die Dreharbeiten durch das Wetter am Vormittag, denn Wandern oder andere Aktivitäten machen im Regen keinen Spaß.

Dennoch war das offenbar für jedes Wetter ausgestattete Team mehrere Stunden unterwegs, filmte, nahm Ton auf, ließ sich viele erklären und hielt gerne Mittagspause im Backhaus. Als Höhepunkt wurde in die Huttengrundhalle eingeladen, wo die „New Voices“ mit Dennis Korn ihre Stimmen fürs Abschlussbild erklingen ließen.

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