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Straßensperrung sorgt für viel Ärger: Bauarbeiter mit Messer bedroht

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Wegen der Sperrung einer Straße in Bad Soden-Salmünster werden die Bauarbeiter persönlich angefeindet und sogar bedroht. (Symbolfoto)
Wegen der Sperrung einer Straße in Bad Soden-Salmünster werden die Bauarbeiter persönlich angefeindet und sogar bedroht. (Symbolfoto) © Sebastian Gollnow/dpa

Die Bauarbeiten an der Romsthaler Straße in Bad Soden-Salmünster sorgen bei vielen Verkehrsteilnehmern für Ärger. Dies führt so weit, dass sowohl die Bauarbeiter als auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung angefeindet und sogar bedroht werden.

Bad Soden-Salmünster - Nach Informationen unserer Zeitung feinden Verkehrsteilnehmer beinahe täglich Mitarbeiter der Straßenbaufirma, die ihren Sitz in Bad Soden-Salmünster (Main-Kinzig-Kreis) hat, an. Das Unternehmen ist von der Stadt mit dem Ausbau der Gehwege und der Erneuerung der Wasser- und Abwasserleitungen beauftragt worden.

Ein Vorfall wiegt dabei besonders schwer: Ein Autofahrer forderte an einem Tag offenbar die Bauarbeiter vor Ort dazu auf, ihn auf der schon seit vergangenem Oktober – nur unterbrochen von einer „Weihnachtspause“ – gesperrten Straße fahren zu lassen. Er gab vor, einen dringenden Arzttermin wahrnehmen zu müssen. Als die Bauarbeiter den Mann aber nicht passieren ließen, habe er diese mit einem Messer bedroht. (Lesen Sie auch: Main-Kinzig-Kreis: Diese Straßen saniert Hessen Mobil 2022)

Main-Kinzig-Kreis: Bauarbeiter wegen Straßensperrung mit Messer bedroht

Bürgermeister Dominik Brasch (parteilos) bestätigte diese Vorfälle nun auf Anfrage. Aber nicht nur die Mitarbeiter der Firma Strassing, auch die städtischen Mitarbeiter hätten „im Lauf der zurückliegenden Monate mehrfach Unmutsbekundungen bis hin zu persönlichen Anfeindungen“ erleben müssen.

Auch den Vorfall mit dem Messer bestätigte der Rathauschef Bad Soden-Salmünsters. Von diesem Vorgang habe er allerdings erst durch eine Nachfrage bei der Geschäftsleitung der Firma Strassing erfahren. Dieser Vorfall liege im Übrigen schon eine ganze Weile zurück.

Bad Soden-Salmünster: Romsthaler Straße seit Oktober gesperrt

Seit dem 25. Oktober vorigen Jahres ist die Romsthaler Straße gesperrt. Sie ist die Hauptverbindungsstraße zwischen dem Huttengrund und den Stadtteilen Katholisch-Willenroth sowie Kerbersdorf in die beiden Kernstädte Bad Soden und Salmünster sowie zugleich ein Autobahnzubringer. Durch die Sperrung sind daher viele Verkehrsteilnehmer betroffen. Für sie und den überörtlichen Verkehr führt die Umleitung über Steinau-Marborn und Ahl, was einen Umweg von etwa sieben Kilometern bedeutet.

Anwohner und Anlieger dürfen den Verbindungsweg von Bad Soden in Richtung Wahlert als Einbahnstraße befahren. Laut dem Rathaus soll der erste von vier Bauabschnitten bis Ende Februar abgeschlossen sein. (nh, hgs)

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