Im Freibad Steinau kam es zur Auseinandersetzung. / Foto: FZ-Archiv

Schläge und Kopfnuss – Prozess um Auseinandersetzung im Freibad

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Steinau an der Straße - Im Sommer vergangenen Jahres waren zwei Besucher des Freibades in Steinau an der Straße derart aneinander geraten, dass die ganze Sache in einer körperlichen Auseinandersetzung endete. Gegen das Gerichtsurteil hatte ein 41-jähriger Neuhofer Einspruch eingelegt, war nun aber nicht zur Gerichtsverhandlung erschienen.

Es war am Nachmittag des 26. Juni, als die beiden Kontrahenten – ein 41-Jähriger aus Neuhof und ein 27-Jähriger aus Bad Soden-Salmünster – in dem Freizeitareal aufeinandertrafen. Anlass war wohl ein Vorfall zwei Tage vorher, über den die beiden Männer reden und die Angelegenheit klären wollten.

Schläge und Kopfnuss

Statt Worte zu wechseln schlug der Neuhofer jedoch kurzerhand zu und versetzte dem Kontrahenten zusätzlich noch eine Kopfnuss. Das Opfer trug Prellungen am Jochbogen und an der Stirn davon.

Der vorbestrafte Angreifer war in dieser Sache bereits schriftlich mittels eines Strafbefehls zu einer Geldstrafe von 2000 Euro (80 Tagessätze zu je 25 Euro) verurteilt worden. Dagegen hatte er Einspruch eingelegt, so dass jetzt in der Sache eine mündliche Verhandlung vor dem Amtsgericht Gelnhausen anstand.

Angeklagter erkrankt

Kurz vor dem Termin rief der 41-Jährige jedoch bei der Justiz an und erklärte, er sei erkrankt und wolle nun einen Arzt aufsuchen. Ein schriftliches Attest konnte er zu diesem Zeitpunkt nicht vorlegen. Auch eine der Zeuginnen sagte kurzfristig telefonisch ab, weil ihre Kinder krank seien und sie somit zu Hause nicht abkömmlich sei. Weitere geladenen Zeugen erschienen zu dem Termin – allerdings vergeblich.

Richter Thomas Russell reichte die telefonische Entschuldigung des Angeklagten nicht aus. Daher verwarf er den Einspruch gegen den Strafbefehl, so dass dieser wieder seine Gültigkeit hat. / ls

Das könnte Sie auch interessieren