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Schließung, Umzug, neue Filialen – Neuerungen im Bad Sodener Geschäftsleben

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Bad Soden-Salmünster - Im kurstädtischen Geschäftsleben tut sich rund um den Jahreswechsel mancherorts einiges. Ladengeschäfte schließen oder verlegen ihren Standort, neue werden eröffnet, oder wieder andere eröffnen eine Filiale.

So hat die hiesige Firma Sperzel’s Imbiss schon Ende 2015 im Gelnhausener Fachmarktzentrum (Freigerichter Straße) das Schnellrestaurant „Sperzel’s Wurscht und Burger“ mit 100 Sitzplätzen eröffnet.

Schon länger bekannt ist, dass in Salmünster das Modehaus Kosidlo seinen angestammten Sitz in der Frankfurter Straße verlässt und aus der Filiale im Einkaufszentrum Am Palmusacker der neue Hauptsitz wird. Dieser soll für Umbauarbeiten vorübergehend schließen und danach neu eröffnet werden. Ebenfalls neu in dem Salmünsterer Einkaufsgebiet ist eine Filiale der „Supermarkt-Apotheke“, die die englische Bezeichnung „Easy“ trägt. Derlei Filialen sind dennoch inhabergeführt. In diesem Fall steht ein Apotheker aus Langenselbold dahinter.

Inhaberwechsel bei zwei Geschäften

In der Altstadt von Salmünster haben zwei Traditionsgeschäfte den Inhaber gewechselt. So haben Friseurmeister Reinhard Pfeifer und seine Ehefrau Susanne den Betrieb „Pfeifer Frisöre“ an Hülya Akbulut weitergegeben. Diese ist den Kunden vertraut, denn sie hat dort 1990 ihre Lehre begonnen, ihren Meister gemacht und ist nun die Chefin. Das Ehepaar Pfeifer arbeite eine Woche pro Monat mit.

Nahtlos verlief auch der Übergang des Toto-Lotto-Zeitschriften-Geschäfts von Hans Göbel am Obertor/ Frankfurter Straße. Nachdem Göbel in den Ruhestand gegangen ist, hat Silvio Boest, der nebenan einen Fahrservice betreibt, den Laden übernommen. „Es bleibt vieles wie bei Hans Göbel“, sagt Boests Sohn Julian. Allerdings ist das Geschäft nun durchgehend geöffnet und man kann unter anderem Automaten-Kaffee erhalten. Das Angebot werde aber noch ergänzt und zum Beispiel an die Bedürfnisse der täglich vorbeigehenden Schüler angepasst.

Laufkundschaft fehlt in der Romsthaler Straße

Deutlich später als geplant wird die Romsthaler Straße in Bad Soden fertiggestellt sein – voraussichtlich erst Ende dieses Monats. Unabhängig vom ohnehin veränderten Kaufverhalten der Kundschaft (Stichwort: Onlinehandel) machen die meist inhabergeführten Geschäfte an der Durchgangsstraße Umsatzrückgänge auch daran fest, dass die Straße über Monate hinweg gesperrt gewesen ist, auch wenn die Altstadt nun wieder angesteuert werden kann. „Hoffentlich sind sie bald fertig“, sagt Gordana Mathes von der Mode-Boutique Charisma. Die lange Bauzeit bringe Belastungen und Unannehmlichkeiten mit sich, auch für die Kundschaft. „Die Stammkunden kommen, aber die Laufkundschaft fehlt“, sagt die Geschäftsfrau.

Eher gezielt suchen die Kundinnen auch das Brautmodengeschäft „Le Mariage“ auf, das deshalb die Auswirkungen der Straßensperrungen weniger spürt. Allerdings verfolgt man dort genau, was sich in der Umgebung tut. So sind zum Beispiel die ehemalige Drogerie und das Dekoblumengeschäft Ziegler geschlossen. Es soll aber bald „in anderer Funktion“ wieder eröffnet werden.

Weitere Schließungen befürchtet

Im Februar wird dann der NKD-Markt in Bad Soden schließen. Schon seit einigen Monaten steht die einstige Sodener Filiale der Bad Orber Bäckerei Lindenmayer leer. Vor Ort ist Bäcker Lindenmayer, der kreisweit neben dem Stammsitz acht Filialen betreibt, weiterhin vertreten – im Salmünsterer Netto-Markt.

Wegen der langen Bauzeit an der Romsthaler Straße ist derweil auch im neuen Jahr mit „unerfreulichen Entwicklungen“ in Form von Geschäftsschließungen zu rechnen, bewertet der Verein für Tourismus und Wirtschaftsförderung die Lage in der Sodener Altstadt. Im ungenutzten Alten Kurhaus gebt es im Gegensatz dazu aber wohl bald positive Nachrichten über eine neue Nutzung. / lis, hgs

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