In luftiger Höhe erkundeten Arbeiter auf der Arbeitsbühne eines Spezialkrans den Schaden an der Wetterfahne von Schloss Ramholz.
+
In luftiger Höhe erkundeten Arbeiter auf der Arbeitsbühne eines Spezialkrans den Schaden an der Wetterfahne.

Wetterfahne muss repariert werden

Einsatz in luftiger Höhe: Der Schlossturm ist jetzt „oben ohne“

Die historische Wetterfahne stand schon seit vielen Jahren auf dem Schlossturm in Ramholz. Genauer: Am 25. September 1895 wurde sie dort aufgesteckt. So ist es auf einer Steinplatte an dem historischen Gebäude dokumentiert. Nun muss sie repariert werden.

Ramholz - Seit Bauherr Hugo Rudolf Freiherr von Stumm (1845 – 1910) das stattliche Gebäude fertiggestellt hat, ist eine lange Zeit vergangen. Und der Zahn der Zeit nagt an dem denkmalgeschützten Degenfelder Wahrzeichen.

Durch Sturmeinwirkung geriet die schmiedeeiserne vergoldete Wetterfahne am Schlossturm in Schieflage. Um den Schaden feststellen zu können und einen Absturz der Wetterfahne mit eventuell größeren Beschädigungen zu vermeiden, sahen sich Fachleute vom örtlichen Dachdeckerbetrieb Karlheinz Heil die Turmspitze genauer an.

Schloss Ramholz: Historische Wetterfahne wurde abmontiert

Ein Kran der Firma WEMO-tec aus Eichenzell war dafür nach Ramholz beordert worden, der dann mit wenigen Zentimetern Spielraum durch das Steinportal zur Schlossfreiheit fahren konnte. In einer 3,5 Quadratmeter großen Arbeitsplattform, die 54 Meter ausgefahren werden und 600 Kilogramm Lasten heben kann, wurden die drei besonders gesicherten Arbeiter millimetergenau zur Wetterfahne in 40 Metern Höhe hochgehievt. Dort stellte man fest, dass die Haltestange, die normalerweise von der hölzernen Dachkonstruktion des viereckigen Schlossturms gehalten wird, viel Spielraum hat.

Vermutlich hat eingedrungenes Wasser das Holz marode werden lassen. Deshalb beschloss man, die vier Meter hohe Wetterfahne erst einmal abzubauen.

Von der Größe her und dem Gewicht war es natürlich unmöglich, die Wetterfahne über die mehr als 130 Stufen des Turms nach unten zu tragen. Stattdessen zerteilte man das Eisen in drei Teile und brachte es mit der Kranarbeitsplattform auf den Boden. Die Turmspitze wurde provisorisch abgedichtet.

Ob die Wetterfahne mit Kronenabschluss repariert wird (Spuren eines Blitzeinschlags wurden zusätzlich entdeckt) und wieder einmal auf den Schlossturm montiert wird, muss der chinesische Hausherr entscheiden. (d)

Lesen Sie hier: Ulrich-von-Hutten-Gymnasium: Schulstart in Corona-Zeiten - Gottesdienst fällt aus, Einschulung in Etappen

Das könnte Sie auch interessieren