Bürgermeister Matthias Möller sieht die Stadt Schlüchtern auch im modifizierten Entwurf des Landesentwicklungsplans als „Gewinnerin“.
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Bürgermeister Matthias Möller sieht die Stadt Schlüchtern auch im modifizierten Entwurf des Landesentwicklungsplans als „Gewinnerin“.

Landesentwicklungsplan

„Schlüchtern bleibt Gewinnerin“: Bürgermeister Möller ist zufrieden, hat aber Redebedarf

  • Tim Bachmann
    vonTim Bachmann
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Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) sieht seine Stadt auch im nun modifizierten Entwurf des Landesentwicklungsplans als „Gewinnerin“.

Schlüchtern - Bürgermeister Matthias Möller: „Unsere Stadt ist als ‚Mittelzentrum plus‘ eingestuft und erfährt damit eine höhere Bewertung als im vorherigen Landesentwicklungsplan. Das ist das Ergebnis unserer intensiven Tätigkeit mit fast 30 angestoßenen Projekten in der Kernstadt und den Stadtteilen.“ Aus Fulda kommt derweil Unmut an den modifizierten Plänen des Landesentwicklungsplans.

Da sei es auch unerheblich, dass die drei Gemeinden Flieden, Kalbach und Neuhof nun doch wieder dem Kreis Fulda zugeordnet wurden. Fakt sei, so Möller: „Schlüchtern ist wichtiger Standort für Gesundheits- und Schulversorgung. Es ist nachweisbar, dass viele Menschen gerade aus den Südgemeinden des Kreises Fulda zu uns ins Krankenhaus kommen oder unsere Fachärzte konsultieren. Und dass viele junge Leute aus dem Nachbarkreis unsere Schulen besuchen, ist ebenso hinreichend bekannt wie der Pendlerstrom zu unseren Arbeitgebern wie Engelbert Strauss, Eckart, Immergut, Bien Zenker, Krankenhaus oder Jökel Bau.“

Schlüchtern: Bürgermeister sieht Stadt als „Gewinnerin“ des Landesentwicklungsplans

Laut Möller sei die Stadt Schlüchtern ein überregionaler Kulturstandort. „Hier sind besonders unsere Feste wie Helle Markt und Kalter Markt oder das Straßenmusikfestival zu erwähnen, die von vielen Menschen aus dem Süden des Kreises Fulda besucht werden. Hierzu gibt es eindeutige Statistiken, Analysen und Gutachten, die wir dem Wirtschaftsministerium erneut vorlegen werden.“

In einem persönlichen Gespräch in Wiesbaden sei ihm versichert worden, „dass keine Delegation aus Fulda zu Besuch war, um eine Änderung des Planes anzustoßen. Nun ja, ich möchte ja niemandem unterstellen, dass er die Unwahrheit sagt. Aber so wie sich einige Fuldaer Politiker nun feiern, scheint es ja doch so zu sein, als habe da jemand heftig gegen den ursprünglichen Plan interveniert“.

Schlüchterns Bürgermeister fordert Gespräch mit Tarek Al-Wazir - „Um Schieflage zu klären“

Möller weiter: „Es wird dringend nochmal ein persönliches Gespräch mit Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und den Fachbereichsleitern geben müssen, um diese Schieflage zu klären. Es kann nicht angehen, dass solch ein Planwerk ausschließlich mit politischem Druck in eine Richtung gedrängt wird. Ich kann nur eindringlich raten, sich an Zahlen, Daten und Fakten zu orientieren. Dies wurde uns im Ministerium in Wiesbaden versichert.“

Die Vertreter Schlüchterns „werden nochmals mit unserem Landrat Thorsten Stolz beim Wirtschaftsministerium vorstellig werden, um die entsprechende finanzielle Ausstattung zu bekommen“, versichert Möller. Schließlich nehme Schlüchtern auch innerhalb des Kreises überregionale Aufgaben wahr. Der Rathauschef spricht von einem Einzugsgebiet mit circa 60.000 Menschen, die Einrichtungen im Bereich Handel, Kultur, Tourismus, Bildung und Gesundheit nutzen.

„Unsere Arbeit der vergangenen Jahre wurde mit der neuen Klassifizierung belohnt. Aber wir lehnen uns nicht zufrieden zurück, sondern geben weiter Vollgas. Ziel ist es schließlich, Mittelzentrum plus mit Teilfunktion eines Oberzentrums zu werden. Und daran arbeiten wir“, hält Möller fest.

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