Coronabedingt ist das beliebte Ausflugslokal derzeit geschlossen. Die Gesellschafter suchen einen neuen Pächter oder Besitzer.
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Coronabedingt ist das beliebte Ausflugslokal derzeit geschlossen. Die Gesellschafter suchen einen neuen Pächter oder Besitzer.

Bedeutung über die Stadt hinaus

Gesellschafter der Waldgaststätte Acisbrunnen in Schlüchtern suchen neuen Pächter

  • vonUlrich Schwind
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In den vergangenen Jahren hat sich die Waldgaststätte Acisbrunnen wieder zu dem entwickelt, was sie früher schon einmal war: Eine beliebte Ausflugsgaststätte - mit einer leckeren Speisekarte, einem gemütlichen Biergarten inmitten der Natur, viel Raum für Feierlichkeiten und netten Freizeitmöglichkeiten drumherum. Jetzt wird ein neuer Pächter gesucht.

Schlüchtern - Während der coronabedingten Schließung sind im Bergwinkel Gerüchte im Umlauf, wonach das Acis-Lokal für immer geschlossen bleibt. Dem widersprechen die Gesellschafter der Lokalität, Edwin Hubert, Henry Spak und Ralf Hoffmann: „Der Acisbrunnen in Schlüchtern lebt weiter.“

In diesen Tagen beginnen sie mit der intensiven Suche nach einem neuen Pächter beziehungsweise Eigentümer für das Areal. Das hat nichts mit der Corona-Pandemie zu tun. Die Gründe sind anderweitig. So hat sich der Mit-Gesellschafter und bisherige Wirt Ralf Hoffmann kürzlich beruflich neu orientiert. Die beiden anderen Gesellschafter wollen und können sich aus Altersgründen nicht mehr so intensiv für das Acis-Projekt engagieren, sondern wollen alles in jüngere Hände legen.

Schlüchtern: Gesellschafter der Waldgaststätte Acisbrunnen suchen neuen Pächter

Dabei sind sie durchaus optimistisch, einen geeigneten Nachfolger für das Objekt zu finden. Nach dem Ende des Lockdowns sehen die Drei gute Chancen, dass sich der Lokalbetrieb nach kurzer Zeit wieder normalisiert. Schon nach der ersten Zwangsschließung im vergangenen Frühjahr hatte sich das Geschäft zwischendurch wieder erholt, bevor dann erneut die Gastronomie von der Politik ausgebremst wurde. (Lesen Sie hier: Nach Aus der Kultkneipe „Löwe“: Wegen Corona steht Gastronomen in Fulda das Wasser bis zum Hals).

Der Acisbrunnen habe über die Stadtgrenzen hinaus eine große Bedeutung, sind sie sicher. In den vergangenen zehn Jahren habe das Gesellschafter-Team und das Personal die Lokalität kontinuierlich wieder auf ein vielbeachtetes Niveau gebracht und zu einem guten geschäftlichen Erfolg geführt. Heute genieße das Lokal überregionales Ansehen. Bester Beweis: Für Familienfeiern lägen derzeit Reservierungen für zwei Jahre im Voraus vor. Die Zukunft in der Branche werde auf weniger, aber größere gastronomische Betriebe hinauslaufen. Dafür sei die Waldgaststätte ideal geeignet.

Betreiber: „Nach zehn spannenden Jahren wird es Zeit, Platz für eine neue Generation zu machen“

Von Anfang an habe sich das Gesellschafter-Trio auf ein Zeitfenster von zehn Jahren für ihr Wirken festgelegt gehabt. Sie erinnern sich an die Anfänge und den Wiederaufbau der Lokalität. Eine riesige Menge Müll habe das Team damals entsorgen müssen.

Zur Wiedereröffnung am 1. Mai 2011 sei die Lokalität von Besuchern nahezu überrollt worden, das Interesse damals riesig gewesen. Das habe sich in den vergangenen Jahren gefestigt, der Acisbrunnen sich zu einer der größten Gastronomien in der Umgebung entwickelt. Dieser sei über die Grenzen der Stadt hinweg bekannt und beliebt. „Das Lokal wird auch die Corona-Krise überleben und einen noch festeren Stand in einem schrumpfenden Angebot an Gaststätten finden“, sind sich die Gesellschafter sicher. Nur die Betreiber werden wechseln. „Nach zehn spannenden Jahren wird es Zeit, Platz für eine neue Generation zu machen.“ Interessenten können sich per E-Mail melden. (Ulrich Schwind)

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