Das Team von „Find-it“
+
Das Team „Find-it“ (vorne von links: Sarah Qamar, Elina Deibert und Sarah Killmer) hat Beachtliches geleistet. Dafür gab es Lob von (hinten von links) Sonja Heil, Projektverantwortliche der Kreissparkasse, Schulleiter Karsten Günder, Sparkassenvorstand Torsten Priemer, Teamleiter Oliver Kolesky und Unternehmenspate Christian Riek.

Gründerwettbewerb

Schülerinnen der Kinzig-Schule überzeugen mit Unternehmen „Find-it“ und ernten viel Lob

  • Tim Bachmann
    vonTim Bachmann
    schließen

Sarah Qamar, Elina Deibert und Sarah Killmer (alle 17) haben es geschafft. Sie haben mit ihrem fiktiven Unternehmen „Find-it“ die erste große Krise bewältigt. So gut, dass sie hessenweit beim Deutschen Gründerpreis den siebten Platz belegen.

Schlüchtern - Unter allen fast 800 Teilnehmern in Deutschland landeten die Kinzig-Schülerinnen auf einem guten 80. Platz. Dafür – und für ihr Engagement – erhielten sie viel Lob.

Während der Klassenfahrt: Das Portemonnaie ist weg. Oh, Schreck! Ausweis, Versichertenkarte, Bargeld. Was nun? Stress! Das ist ein Problem, das sicherlich jeder kennt. Und eine Anekdote, die die drei 17-Jährigen auf ihre Geschäftsidee brachte: Chip-Sticker und eine Tablet-App mit Suchfunktion und großen Symbolen. So wollen sie zu Problemlöserinnen werden. Vor allem für Senioren, die Zielgruppe der jungen Unternehmens-Gründerinnen.

Das ist die Grundidee, mit der die drei Kinzig-Schülerinnen um den Deutschen Gründerpreis mitgespielt haben. Und sie haben ihrer Schule alle Ehre gemacht, so Karsten Günder, Schulleiter der Kinzig-Schule.

Der Startschuss fiel am 9. März – noch vor dem Corona-Lockdown. Danach: Keine Schule, Abstand halten, alles anders. „Und inzwischen geht der Trend zum Dritt-, Viert-oder Fünft-Mundschutz“, so Torsten Priemer, Vorstand des Projektpartners Kreissparkasse Schlüchtern.

Corona stellt das Projekt vor Herausforderungen

So musste sich – corona-bedingt – auch das Team „Find-it“ zum Großteil „digital“ durchschlagen. Mal eben in der Pausenhalle etwas besprechen, das war nicht möglich. Doch, wie Sarah Qamar (Geschäftsführung und Finanzen), Elina Deibert (Produktdesign und Gestaltung) und Sarah Killmer (Organisation und Schriftführung) nun während der Preisverleihung berichten, haben sie einen großen Vorteil den vielen anderen Teams gegenüber: Sie sind nicht nur „Projektpartner“, sondern auch Freundinnen. Killmer und Deibert wohnen darüber hinaus im selben Haus.

Stichwort

Der Deutsche Gründerpreis ist das bundesweit größte Existenzgründer-Planspiel für Jugendliche, die im Rahmen einer fiktiven Unternehmensgründung ein Geschäftskonzept entwickeln. Praxisorientiert beweisen die Schüler ihre Fähigkeit, komplexe Probleme zu lösen. Und sie knüpfen Kontakte zu realen Firmen – und Personen. So haben die „Find-it“-Gründerinnen sich zum Beispiel mit dem Vorjahressieger vernetzt.

So konnten die drei Gründerinnen vieles über den kurzen Weg besprechen. Und natürlich via Computer und Internet, was sehr gut funktionierte, so die Gründerinnen. So standen sie auch mit Teamleiter Oliver Kolesky, ihr Lehrer in Wirtschaftslehre, und Unternehmenspate Christian Riek, Lehrer der Kinzig-Schule und ehemaliger Sparkassen-Azubi, im steten Austausch. „Es gab keinen Workshop und auch keine Nachfragen. Aber ich glaube, sie hatten gute Unterstützer“, sagt hierzu Sonja Heil, Projektbetreuerin der Sparkasse.

Geldpreis und Zertifikat oben drauf

Das betonen dann auch die drei Gründerinnen, die nicht an Lob sparen für die Unterstützer. Für Kolesky, dessen Unterricht eine gute Vorbereitung gewesen sei, für Riek, der bei Finanzfragen immer ansprechbar war und den Impuls gegeben habe, die chipbasierten Sticker mit Tablet-PC als Paket zu verkaufen, was wiederum die Gewinnmarge steigern könne.

Das Lob kam postwendend zurück, denn in einem waren sich alle einig: Die drei Gründerinnen hatten nicht nur eine super Idee, sondern auch mit viel Engagement am Wettbewerb teilgenommen und einen super Job gemacht. Dafür gab es Urkunden, Zertifikate und 200 Euro „Startkapital“ von der Sparkasse. „Die Zertifikate machen sich sehr gut in Bewerbungen“, so Heil. „Sie können die Zertifikate auch gut den Bewerbungen beilegen, die Sie bei der Kreissparkasse abgeben“, lobt Sparkassen-Chef Priemer lächelnd.

Das könnte Sie auch interessieren