Davud Faghi-Zadeh (links) und Hartmut Darmstadt.
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Davud Faghi-Zadeh (links) und Hartmut Darmstadt.

Spenden an Nepal und Philippinen

Einsatz für die Ärmsten: Hartmut Darmstadt und Davud Faghih-Zadeh aus Schlüchtern gründen Hilfsprojekt

Es sind zwei bekannte Gesichter in Schlüchtern – und sie machen jetzt gemeinsame Sache für den guten Zweck: Dr. Davud Faghih-Zadeh und Hartmut Darmstadt haben sich zusammengetan, um in Entwicklungsländern zu helfen.

Schlüchtern - Vor knapp sechs Monaten haben Faghih-Zadeh und Dr. Ingo Roth den privatärztlichen Hausbesuchsdienst „Hausbesuche MKK“ gegründet. Für jeden Hausbesuch werfen die beiden Ärzte zwei Euro in einen Topf. 1000 Euro sind bereits in den Hilfefonds geflossen. Das soll erst der Anfang sein.

Hartmut Darmstadt ist bekannt für seine Hilfsprojekte im Ausland. Seit dem Tsunami im Jahr 2004 arbeitete der frühere Oberstudienrat des Hutten-Gymnasiums mit eigenen Hilfeprojekten an der Südküste Sri Lankas. Mittlerweile ist der 67-Jährige seit vier Jahren in Nepal tätig. Dieses Engagement möchte Faghih-Zadeh unterstützen. Das Ergebnis ist das Projekt „MKK mit Herz – Hilfe, die ankommt“.

Hartmut Darmstadt und Davud Faghih-Zadeh aus Schlüchtern gründen Hilfsprojekt

Doch es geht nicht nur um die Projekte des Ex-Lehrers. Faghih-Zadeh engagiert sich nämlich ebenfalls seit einigen Jahren in der Entwicklungshilfe armer Länder. 2019 war er auf der Insel Pinay auf den Philippinen tätig und musste dort hautnah miterleben, wie seine wochenlange Arbeit von einem Taifun kurzerhand zunichte gemacht wurde. Faghih-Zadeh: „Damals habe ich mich hilflos gefühlt.“ Als er das Schicksal seinen Freunden in der Heimat mitteilte, trat er eine kleine Spendenlawine los. „In diesem Moment wurde mir klar, dass man helfen kann.“

Spenden

Spendenkontos von Hartmut Darmstadt:

IBAN: DE52 5306 0180 0002 1156 62

Stichwort: „MKK mit Herz“

Infos über den aktuellen Spendenstand und die laufenden Projekte gibt es im Internet.

Mit Hartmut Darmstadt hat „Hausbesuche MKK“ einen Projektpartner gefunden, der sich auskennt und weiß, wie in der Entwicklungshilfe „der Hase läuft“. Darmstadt war einstmals Faghih-Zadehs Lehrer. Der Arzt betont: „Wir kennen uns schon sehr lange. Er hat mich sehr inspiriert.“ Darmstadt ergänzt: „Wir liegen auf einer Wellenlänge und wollen beide helfen. Es ist unglaublich schön, dass das jetzt in einem gemeinsamen Projekt mündet.“

Spenden für Waisenhäuser, Schulen oder Kleidung

1000 Euro sind bislang zusammengekommen. Die Gelder sollen erst mal weiter für Nepal und die Philippinen verwendet werden. „In Zukunft können sie aber auch auf andere Entwicklungsländer ausgeweitet werden“, sagt Faghih-Zadeh. Die Spenden helfen dabei, Waisenhäuser und Schulen zu unterstützen, rauchfreie Lehmöfen zu bauen oder Kleider, Medikamente und Schulmaterialien für Kinder sicherzustellen. Aktuell sei vor allem die Versorgung mit Essen ein großes Thema. Darmstadt: „An Corona leiden vor allem die Ärmsten, weil sie hungern.“ Und Faghih-Zadeh ergänzt: „Der weltweite Lockdown soll Menschenleben schützen, er hat aber auch dafür gesorgt, dass es in den armen Teilen der Welt zu unermesslichem Hungerleid gekommen ist.“

Nun will das Duo flexibel helfen, wo es nötig ist, und gewährleisten, dass jede Spende zu 100 Prozent bei den Menschen ankommt. Reise- und Unterhaltskosten werden dabei selbstverständlich von jedem privat finanziert. Darmstadt betont abschließend: „Ich freue mich riesig darüber, dass wir mit dieser Aktion täglich einige Euro für die Hilfe in Entwicklungsländern bekommen und diese Hilfe auch noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Denn nur wenn die Menschen wissen, wie sie unsere Arbeit unterstützen können, dann können sie das auch tun.“ (tim)

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