Luftbild des Kalten Marktes in Schlüchtern
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Buntes Treiben am Kalten Markt in Schlüchtern wird es in diesem Jahr nicht geben. (Archivbild)

Stark eingeschränkte Tradition

Corona killt Kalten Markt in Schlüchtern: Wirt Hans Dieter Hausmann „blutet das Herz“

Vom Kalten Markt bleibt in diesem Jahr fast nichts übrig. Lediglich am Kalte-Markt-Wochenende wird eine kleine Abordnung am Grab im Garten des Stammtisch-Präsidenten einen Kranz niederlegen. „Als kleine Aufmerksamkeit und Erinnerung“, wie es Kalte-Markt-Wirt Hans Dieter Hausmann formuliert.

Schlüchtern - Der Kalte Markt selbst wurde bereits Ende Juni gestrichen. Damit war auch klar, dass es keine Ausgrabung und keine Beisetzung des traditionsreichen Festes durch die Stammtische des Gasthofes geben würde. Überlegungen, das Fest in einem corona-gemäßen kleinen Rahmen mit wenigen Teilnehmern lebendig zu halten, haben sich nun ebenfalls erledigt. Zur Kranzniederlegung treffen sich nur fünf Personen, die den Kalten Markt, die Präsidenten, die Stammtische und den Gasthof vertreten, sagt Hausmann und fügt an: „Es ist der Spagat zwischen der Tradition und der Verantwortung der Lage.“

Es tue ihm unendlich leid, dass eine jahrhundertealte Tradition so stark eingeschränkt werden müsse, aber im Moment gebe es leider keine andere Lösung. „Auch wir persönlich leiden darunter, nicht nur finanziell, nein auch uns blutet das Herz, dass dieses Fest und die damit verbundenen Traditionen nicht gefeiert und gepflegt werden können“, sagt Hausmann.

Er weist auf die Aktion der Stadt Schlüchtern hin, die zur Unterstützung der Vereine ins Leben gerufen wurde. „Bitte kaufen sie die Buttons und unterstützen sie hiermit die Vereine, die durch den Ausfall des Marktgeschehens nicht wie gewohnt ihre Vereinsaufgaben refinanzieren können“, lautet der Appell von Hausmann. (ag)

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