Gemeinsam macht es mehr Spaß: Groß und Klein am Sonntag beim Sandburgenbauen auf der Mauerwiese in Schlüchtern.
+
Gemeinsam macht es mehr Spaß: Groß und Klein am Sonntag beim Sandburgenbauen auf der Mauerwiese.

LandArt-Festival

Kinder und Erwachsene bauen Sandburgen auf der Mauerwiese mitten in Schlüchtern

Die Mauerwiese wurde am Sonntag zum Spielplatz. Kinder und Erwachsene hatten die Möglichkeit, Sandburgen zu bauen und Bilder zu legen.

Schlüchtern - Corona-bedingt wanderte das LandArt-Festival in diesem Jahr aus Hutten-Heiligenborn mit seinen verwunschenen Wäldchen und von Moos bewachsenen Basaltfelsen auf die lichte Mauerwiese mitten in Schlüchtern. Ein Glücksfall gerade für die Kinder.

Mit einem Sandburgenwettbewerb und der Möglichkeit, aus zahllosen Holzsohlen Bilder auf der ausgedehnten Rasenfläche zu legen, wandten sich die Künstler des Kulturwerks Bergwinkel an Kinder und Erwachsene und forderten deren künstlerische, kreative Talente heraus.

Sandburgenwettbewerb mitten in Schlüchtern: Kunstwerke beim LandArt-Festival laden zum Spielen ein

Die Kunstwerke laden per se auf ihrem „Parkplatz“ zum Spielen ein – verwandeln sie doch diesen Ort in einen Park. So lässt sich in den Pyramiden, mit denen Gerwin von Monkiewitsch „offene Räume“ geschaffen hat, balancieren oder auf ihnen herumklettern. Sein „gefalteter Spiegel“, der aus einem großen Rechteck entstanden ist, spiegelt Himmel und Erde. Wer um ihn herum geht, dem eröffnen sich immer wieder neue Blickwinkel.

Das Kunstwerk „Springender Hund“ legten Mathilda Noll und Lucie Spensberger aus hölzernen Schuhsohlen.

Während der „gefaltete Spiegel“ auch weite Ausblicke erlaubt, fordern Lars Tae-Zun Kempels „drei Stehlen“ aus jungen Birkenstämmen zum Studieren aus der Nähe ein. Denn da gibt es vom Krokodil oder Totenkopf bis hin zu Notenschrift oder anderen Schriftzeichen viel zu entdecken. Die Hanauer Künstlerin Nicole Jänes verbindet mit ihren Kinzigbögen beide Ufer der Kinzig mit einer Strumpfhosenkonstruktion, die den Übergang allerdings lediglich „mit den Augen“ und nicht mit den Füßen erlaubt.

Für LandArt-Festival hat Christina Kopkas die Sandkastenliebe mit Schlüchterner Kindern aufgebaut

Christina Kopkas Installation „playgroundlove“ (Sandkastenliebe) entstand gar in enger Zusammenarbeit mit den Kindern der Stadt. Denn die Schlüchterner Kinder halfen, die Sandberge unter den drei flatternden Stoffbahnen einzuebnen und nahmen den neuen „Sandkasten“ damit sofort in Besitz. Fortan spielten hier täglich Kinder im Sand.

Annegret Droste fand schon vor Jahren ungezählte Holzsohlen unterschiedlicher Schuhgrößen am Straßenrand. Aus denen entstanden am Wochenende beispielsweise die Waage aus dem Schlüchterner Stadtwappen durch Annegret Droste und Gudrun Splinter, ein springender Hund durch Mathilda Noll und Lucie Spensberger sowie eine Blume durch Paula Heil.

Die Sandburgen vom LandArt-Festival werden als Fotografie ausgestellt

Im „Sandkasten“ baute Rosalie Rasch eine von Blumen geschmückte Burg. Noah und Nefeli Kempel statteten ihre Sandburg mit einem Turm aus Sandkugeln aus. An ihrer familieneigenen Sandburg baute die Familie Hain, die an diesem Wochenende vom Bodensee aus angereist war.

Die sandigen Werke werden sowohl als Fotografien auf der Mauerwiese ausgestellt als auch auf der Webseite des Kulturwerks zu sehen sein. Damit sie überhaupt entstehen konnten, hatte Arnold Pfeifer mehr als zehn Eimer Wasser aus der Kinzig in den Sandkasten geschleppt. Wie es das sandige Material mit sich bringt, werden die Sandburgen allerdings nicht sehr lange halten. Alle Sandburgenbaumeister durften sich nach getaner Tat über eine süße Überraschung freuen. (bak)

Das könnte Sie auch interessieren