Die Abrissarbeiten vom Langer-Parkhaus starteten Ende Juni.
+
Die Abrissarbeiten vom Langer-Parkhaus starteten Ende Juni.

22 Tonnen Schutt im Kellergeschoss

Bürgermeister Möller führt via Facebook über die Baustelle am Langer-Areal

Der Rückbau ist in vollem Gange: In seinem dritten interaktiven Facebook-Rundgang hat sich Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) diesmal gemeinsam mit Kerstin Baier-Hildebrand, Leiterin der Abteilung für Familien, Sport, Kultur und Tourismus, von der Baustelle am ehemaligen Langer-Areal gemeldet.

Schlüchtern - Eingerissene Wände, herabhängende Metallteile, riesige Schutthaufen: Das einstige Kaufhausgelände erinnert inzwischen ein wenig an ein Erdbebengebiet – stünden da nicht die drei leistungsstarken Spezialbagger, dank denen die Abbrucharbeiten effizient und sicher voranschreiten. Zum Schutz der Anwohner ist die Baustelle im Herzen der Innenstadt abgeschirmt worden, ein Videoüberwachungssystem soll ungebetene Gäste abhalten.

Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller zeigt in Livestream die Langer-Baustelle

Von der Bahnhofstraße aus führten Rathauschef Matthias Möller und Verwaltungsmitarbeiterin Kerstin Baier-Hildebrand, gefilmt von Jan Sislak, über das ehemalige Langer-Areal, gingen dabei immer wieder auf Anliegen der Bürgerinnen und Bürger etwa in Sachen Lärmschutz ein und hatten interessante Fakten zum Großprojekt in petto, das künftig die neue Mitte Schlüchterns prägen soll. Der Livestream von Möller war bereits der dritte seiner Art.

Großbaustelle Langer-Areal: Bis November soll der Abriss vollendet sein.

Läuft alles weiterhin nach Plan, wird der Abbruch im November beendet sein. Die dabei anfallenden 22 Tonnen Schutt werden nicht etwa abtransportiert und – wie ursprünglich angedacht – in einer Brecheranlage im Gewerbegebiet weiterverarbeitet, sondern nun direkt vor Ort zerkleinert.

Dies wird im Kellergeschoss der einstigen Tiefgarage geschehen, das aufgrund seiner guten Bausubstanz und aus statischen Gründen erhalten bleibt und ausreichend Platz für eine solche Maschine bietet. Auf diese Weise können circa 500 Lkw-Fahrten vermieden werden, wie Möller berichtete. 5000 Tonnen des Abbruchmaterials werden zudem nach der Zerkleinerung wieder eingebaut. Anschließend könnten dann im Keller etwa 100 Parkplätze geschaffen werden.

Baustelle soll mit Drohnen dokumentiert werden

Wie Baier-Hildebrand anmerkte, drehe sich eine häufig gestellte Frage darum, wie das Geschehen und die Fortschritte auf der Baustelle für die Nachwelt festgehalten werden. Möller erklärte, dass eine umfangreiche Dokumentation erfolge, unter anderem mittels Drohnen von oben. Im Rahmen des Sommerferienprogramms „Plan B“ ist eine erste Ausstellung zum Thema „Bauen in Schlüchtern“ vorgesehen.

Zum Abschluss des Rundgangs gingen Möller und Baier-Hildebrand noch einmal auf die im Frühjahr startende Neubebauung ein. So konnten die Zuschauer bereits einen Blick auf die mögliche Gestaltung der Kindererlebniswelt werfen, die Teil des Kultur- und Begegnungszentrums sein wird. Darüber hinaus werden auf dem Areal barrierefreie bezahlbare Wohnungen sowie Flächen für Handel, Gewerbe und Gastronomie entstehen. Angesichts eines drohenden Einbruchs bei der Gewerbesteuer betonte Möller, dass das Konzept kaufmännisch durchdacht sei. Zur Realisierung stünde eine „Rekordsumme“ an Fördermitteln bereit, die sich auf rund elf Millionen Euro belaufe. (kat)

Das könnte Sie auch interessieren