Der Schlüchterner Stadtplatz
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Die vorgesehene Neugestaltung des Schlüchterner Stadtplatzes ist ein Thema beim Innenstadt-Ortsbeirat. Die bestehende Einbahnstraßenreglung soll aufgehoben werden.

In Schlüchtern

Gestaltung des Stadtplatzes: Bis 3. November sollen Modelle fertig sein

Die künftige Stadtplatzgestaltung ist für die städtischen Gremien ein bestimmendes Thema. Auch beim Innenstadt-Ortsbeirat steht dieses Thema immer wieder auf der Agenda. Jetzt gibt es neue Informationen.

Schlüchtern - „Wir sind ein wesentliches Stück weitergekommen“, sagte Thomas Rau von der Stadtverwaltung in der jüngsten Sitzung des Innenstadt-Ortsbeirats. Er referierte über die vorgesehene Neugestaltung des Stadtplatzes.

Seit geraumer Zeit laufe ein Architektenwettbewerb. „Zehn Architektenbüros quer durch die Republik nehmen daran teil“, erläuterte Rau. An alle wurden die Teilnehmerunterlagen mit den von der Stadt gemachten Vorgaben versandt. Hierzu gehörte auch ein vorgegebener Kostenrahmen.

Stadtplatz in Schlüchtern: Entwürfe müssen am 3. November bei der Stadt vorliegen

Die Architektenbüros müssen bis zum 3. November ihre Entwürfe bei der Stadt einreichen. Hierzu gehören auch eigene Modelle, welche dann mit dem bereits bestehenden Stadtplatz-Modell zusammengeführt werden. Wie Rau weiter erläutert, tagt am 24. November ein Preisgericht mit fachlichen Wertungsrichtern aus verschiedenen Bereichen, welche die Wettbewerbsbeiträge beurteilen. „Es wird eine fachliche Entscheidung getroffen. Mit dem Siegerentwurf wird dann weitergearbeitet“, betonte Rau. Das Siegermodell soll auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, voraussichtlich am 28. November. Mit dem Architektenwettbewerb einher ging eine Bestandsaufnahme des Untergrundes des Stadtplatzes mit allen Versorgungsleitungen.

Nach dem Ende des Wettbewerbs gehe es laut Rau im kommenden Jahr in die Ausführungsplanung. Für die Bauausführung ist das Jahr 2022 vorgesehen. Erst sollen die Versorgungsleitung im Untergrund erneuert werden, dann die Oberfläche des Stadtplatzes. Ein Jahr Bauzeit sei vorgesehen. Fördermittel gebe es aus dem Programm „Lebendige Zentren“. Ortsvorsteher Rainer Grammann brachte das Thema Verkehrsführung während der Sperrung des Stadtplatzes zur Sprache. Es gebe jetzt schon Beschwerden, insbesondere von Geschäftsleuten, bezüglich der bestehenden Einbahnreglung in der Wassergasse.

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Ortsvorsteher berichtet über Beschwerden von Geschäftsleuten

„Die Einbahnstraßenreglung bringt nichts, es gibt keine positiven Rückmeldungen“, betonte Grammann. Im Gegenteil: Die Geschäftsleute beklagen teils massive Umsatzrückgänge. Und: „Wenn man vom Heideküppel zur Straße Unter den Linden fahren will, ist eine komplette Stadtrundfahrt erforderlich“, beschrieb Grammann das Problem der Verkehrsführung. Der Zeitpunkt der Einführung der Einbahnreglung sei ungünstig gewesen wegen weiterer Änderungen der Verkehrsführungen, insbesondere Straßensperrungen im Bereich Langer/Sparkasse, bemängeln die Ortsbeiratsmitglieder. Das Gremium spricht sich dafür aus, die derzeitige Einbahnreglung kurzfristig wieder aufzuheben. Langfristig wird zu entscheiden sein, ob am Stadtplatz der Verkehr oder die Aufenthaltsqualität Vorrang haben sollen. (fch)

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