Thomas Röder-Muhl leitet gut zwei Wochen das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium.
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Thomas Röder-Muhl leitet nun schon gut zwei Wochen das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium.

Zum Start viel zuhören

Thomas Röder-Muhl ist neuer Direktor des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums

  • Sabine Simon
    vonSabine Simon
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Das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium (UvH) hat bereits seit 1. August einen neuen Schulleiter: Thomas Röder-Muhl. Er folgt auf Hans-Michael Mahr, der zum 1. Februar in Pension gegangen war. Am Freitag hat sich Röder-Muhl offiziell dem Kollegium vorgestellt.

Schlüchtern - Bestandsaufnahme, Stundenpläne, Hygieneverordnungen, Maskenpflicht, Gespräche mit Kollegen und Mitarbeitern: Der Terminkalender von Thomas Röder-Muhl war in den vergangenen Wochen vollgepackt. Was er für den Start in den neuen Job geplant hat, bringt er knapp auf den Punkt: „Zuhören, zuhören, zuhören“, sagt der Pädagoge, der seit 1. August seine Stelle innerhalb der historischen Klostermauern angetreten hat.

Ziele und Pläne wolle und könne er noch nicht formulieren. „Das ist Aufgabe aller an der Schulgemeinschaft Beteiligten. Schule ist Demokratie. Ziele werden deshalb mit allen entwickelt“, sagt er. Dennoch kommen auch im Redaktionsgespräch die aktuellen Themen zur Sprache: Corona-Pandemie, Lehrerversorgung, Abschied von G8, Digitalisierung.

Will sich neuer Aufgabe stellen: Thomas Röder-Muhl ist neuer Direktor des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums

Noch bis vor Kurzem war der 43-Jährige Leiter der Otto-Hahn-Schule in Hanau-Kesselstadt, einer kooperativen Gesamtschule mit etwa 2000 Schülern und rund 150 Lehrkräften. Das kooperative Schulsystem mit Haupt- und Realschule sowie Gymnasium mit gymnasialer Oberstufe ermöglicht im Einzelfall eine schulinterne Korrektur des gewählten Bildungszweigs. Röder-Muhl war mit der Otto-Hahn-Europaschule fest verwurzelt: 2006 kam er als Studienrat für die Fächer Politik und Wirtschaft, Biologie und Ethik, war seit 2014 stellvertretender Schulleiter und wurde 2018 schließlich Schulleiter.

„Nach 14 schönen, intensiven und lehrreichen Jahren war es an der Zeit, neue Wege zu beschreiten und sich neuen Aufgaben zu stellen“, sagt Röder-Muhl im Gespräch. Man müsse stets bereit sein, sich zu verändern, zu wachsen. Er freue sehr auf die neue Aufgabe und auch darauf, wieder mehr selbst zu unterrichten.

Ulrich-von-Hutten-Gymnasium sei „reizvolle Bildungsinstitution“ für neuen Schulleiter

Das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium sei eine „reizvolle Bildungsinstitution“, nicht nur aufgrund der Historie und „wunderschönen Architektur“. Auch fachlich habe das UvH so vieles zu bieten, nicht zuletzt auch musikalisch, sagt Röder-Muhl und weist den Musikzweig, Orchester oder Chöre hin. „Zudem wollte ich gern wieder zurück an ein reines Gymnasium“, sagt Röder-Muhl. Er habe deshalb nicht zwei Mal überlegen müssen, eine Versetzung in den Bergwinkel zu beantragen. Eine Ausschreibung für die Stelle am UvH hatte es wie berichtet nicht gegeben, die Besetzung war „per Versetzung in gleicher Diensteigenschaft“ vorgenommen worden.

Zur Person

„Ich bin Hesse durch und durch“, sagt Thomas Röder-Muhl. Geboren in Fulda und aufgewachsen im Schlitzer Land, lebt der 43-Jährige mit der Familie in Fulda. Röder-Muhl ist verheiratet, hat gemeinsam mit seiner Frau zwei Kinder (11 und 5). Nach Abschluss seines Lehramtsstudiums in Marburg, war er seit 2006 zuerst Lehrer, dann Schulleiter der Otto-Hahn-Schule in Hanau-Kesselstadt. Er unterrichtet die Fächer Ethik, Biologie und Powi, verbindet so naturwissenschaftliches und gesellschaftswissenschaftliches Interesse. / sim

Was für ihn eine gute Schule ausmacht, bringt Röder-Muhl auf den Punkt: Neben einer hohen Fachlichkeit, müsse Schule Schwächen ausgleichen, beraten und unterstützen, müssen Freiräume schaffen. Auch ein gutes Arbeits- und Lernklima sei wichtig. „Wertschätzung, Transparenz, Flexibilität, Innovationsfähigkeit sind unabdingbar“, sagt Röder-Muhl und bricht eine Lanze für das Bildungssystem. „Das ist besser als sein Ruf“, sagt er.

Das UvH sei als Schule gut aufgestellt, erklärt der neue Direktor und findet großes Lob für das Kollegium und den stellvertretenden Schulleiter Andreas Schneider. „Die Kollegen haben seit März einen klasse Job gemacht.“

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