Jörg „Toaster“ Schlögl auf der Leiter im Büro des Bürgermeisters.
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Jörg „Toaster“ Schlögl auf der Leiter im Büro des Bürgermeisters.

Strophen Glückseligkeit

Trotz Kalter Markt-Absage in Schlüchtern: Leiterspruch hat Bestand

  • Tim Bachmann
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Es ist ein Trostpflaster. Zugegeben ein nettes: Trotz der Absage des Kalten Marktes hat Dietmar Keidel wieder einen Leiterspruch geschrieben, der am Freitag von Jörg „Toaster“ Schlögl vorgetragen wurde. Tatsächlich auf einer Leiter.

Schlüchtern - Es ist kalt an diesem schönen Abend am ersten Freitag im November. Der Rathausplatz in Schlüchtern? Er ist wie leergefegt. Fast gespenstisch, wenn man bedenkt, dass sich hier ohne die Corona-Pandemie jetzt sicherlich einige hundert Menschen dicht an dicht drängen würden, um zu verfolgen, was so passiert. Stattdessen: keine Menschenseele „uff de Gass“, keine Stadtkapelle, keine Bürgergarde, keine Feuerwehrleiter. Eben: kein Kalter Markt (Lesen Sie hier: Der Kalte Markt wird abgesagt).

Halt: Im Rathaus brennt noch Licht. Dort passiert, was die Pandemie vom Markttreiben 2020 übriggelassen hat: Das Verlesen des Leiterspruchs. Ohne großes Brimborium, aber mit einer kleinen Leiter.

Von den Kalte-Markt-Präsidenten sind Knut Koller, Michael Resch und Jörn Hagemann, der Präsident der Präsidenten, anwesend. Resch und Hagemann verfolgen die Veranstaltung aus dem Sitzungszimmer mit Leiterspruch-Verfasser Dietmar Keidel, der seit 2005 nunmehr 16-mal Autor des Spruchs ist.

Leiterspruch zum Kalten Markt wird über Facebook verfolgt

Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller ist in seiner „Amtsstube“. Mit dabei: Jörg „Toaster“ Schlögl und eine Leiter. Im vergangenen Jahr hatte der „Toaster“ den Spruch bereits aus dem Rathaus vorgetragen – und nicht von der Feuerwehrleiter aus. Jetzt hat er sich eine Feuerwehrleiter ausgeliehen, die er nach der Begrüßung des Bürgermeisters erklimmt. Live.

Denn die Kamera zeichnet alles auf. Und der Live-Stream wird auf der Facebook-Seite des Bürgermeisters an etwa 300 Geräte ausgestrahlt – bis nach München, wie man in den Kommentaren lesen kann.

Vor den Bildschirmen sammeln sich einige Hundert, um dem Leiterspruch zu folgen und um gemeinsam dem Kalte Markt 2020 ein wenig nachzutrauern.

Verfasser Dietmar Kelkel.

Leiterspruch

Wenn es Herbst wird in Schlüchtern, unserer Stadt, feiern wir normal ein Fest mit Freunden – Kalle Moat. Dass der mal ausfallen könnt‘, so weit dachten wir nie - und jetzt das: kein Kalter Markt, wegen Corona-Pandemie! Um zu verhindern die Virus-Verbreitung fiel Ende Juni die Entscheidung: Der Kalte Markt fällt aus! Bleibt stattdessen all zuhaus‘!

Und jetzt frag‘ ich Euch: Kann‘s in des Planemächers Leben noch etwas viel Schlimm’res geben, als dass der geliebte Kalte Markt für dieses Jahr wurd‘ abgesagt?! Einem Gegner mussten wir uns beugen, mit bloßem Auge nicht zu sehen, man kann auf das Virus nicht mal zeigen, Auslöser der Lungenkrankheit COVID 19. Diesem kleinen Drecksack tat’s gelingen, die Menschheit in die Knie zu zwingen

Statt Film- und Heimatabend, Eröffnungsparade mit Feuerwehr, Stadtkapelle, Bürgergarde, mit Schlüsselübergabe, Präsidentenansprache und Böllerschüssen vom Rathausdache, gibt es dieses Jahr nichts weiter als den digitalen Spruch von der Leiter. Ich bin hier in des Bürgermeisters Stube und grüße alle auf Facebook und YouTube, auf Twitter, TikTok, Instagram und allen sonstigen Kanälen die sich zur Social Media zählen. In die USA geht ein besonderer Gruß, an CNN, NBC und Donalds Favorit Fox News!

Ich selbst bin gegen Corona ziemlich immun ,weil, das hat damit nur zu tun, ich will’s echt hier nicht verhehlen, so tat’s zumindest Trump empfehlen, ich nehm‘ als Mundspray Sagrotan, dann greift Corona dich nicht an! Als erstmals gesprochen wurde vom „Lockdown“ dachten viele, es sei eine Frisurmode für Frauen. Doch dann haben im Kopf die Glocken geläutet und wir haben erfahren, was Lockdown bedeutet. Bis auf wenige Ausnahmen mussten Geschäfte schließen, die Lebensmittelmärkte dich nur noch mit Maske reinließen. Mit Klopapier und Mehl war gefüllt jede Tasch‘, kein Schoppe mehr bei Hausmann und Lasch, kein Haarschnitt mehr bei Junge Köpfe & Co. Weder Kundschaft noch Ladenbesitzer war‘n darüber froh, und auch für jeden Schlüchterner Event, kam nach und nach das bittere End‘: „We kehr for Schlüchtern“, Weitzelfest, „Helle Markt“, Straßenmusikfestival, Bergwinkelmarkt, Kulturwerk, und zum Schluss der Kalte Markt, wurden alle abgesagt.

Doch nicht nur städtische Events alleine ,auch alle Veranstaltungen der Vereine sind Pandemie-Opfer gewesen: „Gecancelt“, musste man andauernd lesen. Vorm Lockdown noch eröffnet wurde am Distelrasen die CI-Factory von engelbert strauss, ein Global Player, dafür gabs medial Riesenapplaus. Wer Zeitung liest und Fernsehen schaut, der weiß Bescheid, engelbert strauss operiert weltweit. Kleidet Menschen von Kopf bis Fuß vollständig ein, Jacke und Schuh mit dem „Strauss“ sollen es sein. Außerdem ist erwähnenswert, dass engelbert strauss, ein Arbeitgeber mit sehr gutem Ruf, mehr als 350 Arbeitsplätze schuf!

In Bewegung ist Schlüchterns Innenstadt - Kreissparkasse, Langer-Kauf- und Parkhaus komplett platt, Die Wohnanlage Krämerstraße geht auch nun in die nächste Phase. Entrümpelt, entkernt, Gebäudehülle entfernt, dann komplett abgerissen - wird Kauf- und Parkhaus jemand vermissen? Vom Kaufhaus, Parkhaus, Kreissparkasse blieb nur noch Schutt, die einst das Stadtbild dominierenden Gebäude waren vollständig kaputt.

Viele ehemalige Mitarbeiter haben die Abrissarbeiten beobachtet ,oft wehmütig in Erinnerungen geschmachtet. Und angeblich sei manche Träne auch geflosse‘, denn über 45 Jahre standen beide Gebäudekolosse. So manche Fotos der Gebäudereste nach den Abrissarbeiten konnten in den Kinzigtal-Nachrichten den Eindruck verbreiten, als seien dies Ruinen in einer Stadt, zerstört vom Krieg. Ein kleiner Bub hatte aber einen anderen Blick, ihm rutschte es beim Anblick der Abriss-Bagger raus: Papa, die sehen ja wie Langhalsdinosaurier aus!

Hautnah beim Langer-Abriss mit dabei war die Schlücht’ner Polizei. In den Behelfscontainern direkt danehm, sie weiter ihrem Dienst nachgeh’n, denn die Sanierung der Polizeistation dauert immer noch an. Aus gut unterrichteten Kreisen haben wir erfahr’n, dass man eine Meldeeinrichtung dort installiert,   die akustisch Alarm gibt, wenn eine Flagge falsch herum . . . gehisst wird. Im nächsten Frühjahr, wenn alles langsam wird wieder grün, soll die Polizei dann ins sanierte „Braune Haus“ einziehen.

Dort, wo die Kreissparkasse jüngst stand, ist wieder ein enormer Gebäudekomplex geplant, wo sich auch die Kreissparkasse einmietet, der aber auch weiteren Platz anbietet für Wohnungen, Geschäfte, Praxen, Kanzleien, auch Gastronomie könnte dort hinein. Allerdings ist die Gebäudehöhe umstritten, denn erneut so ein gewaltiger Turm inmitten der Innenstadt warf auf doch so einige Fragen, müssen es schon wieder sein 6 Etagen? Schließlich wurde die geplante Höhe reduziert um 1 ½ Meter, wie es dann tatsächlich aussieht, sieht man erst später.

Die Verantwortlichen der Stadt haben schon lange interveniert, jetzt endlich hat‘s auch die Bahn wohl kapiert und plant nun, in unseren Bahnhof zu investieren und den Bereich gründlich zu sanieren. Schöner, moderner und freundlicher werden soll die gesamte Bahnsteiganlage, so lautete zumindest die letzte Deutsche-Bahn-Ansage. Lasst mich hier anmerken: Viel schlimmer als jetzt geht’s wohl auch nimmer! Barrierefrei, mit Wartehäuschen, Aufzügen und – wer hätte das geahnt – tatsächlich ist auch ein Bahnhofsklo geplant!! Ansonsten, wenn den Pendler ein Bedürfnis drückte, er/sie in den Wald einrückte, oder man musst‘ zum Acis haste‘, man dann aber den Zug verpasste. Auch der Eigentümer des Gebäudes verspricht zu sanieren, schließlich tut er seit Jahren nur Parkgebühr‘n kassieren! Es wurde auch Zeit, dass die Bahn endlich erkannt hat, dass ein Bahnhof zugleich ist auch Eingangstor der Stadt! Wir hoffen, dass am Bahnhof bald etwas geschieht und sich die Sache nicht so lang wie Stuttgart 21 zieht!

Einbahnstraße ist nun die Wassergasse, da wird das Auto nur vom Eckebäcker aus eneigelasse‘, un e Stückje weiter dann guckt bös‘ dich so ein Smiley an, weil du „gerast“ bist mit 14 kmh, wo nur 7 erlaubt sind, weeche der viele Kinner da! Meines Wissens wohnt mit dem Heiko da nur 1 Kind, aber der ist über 50, und spielt net mehr auf de Gass, bestimmt! Damit man nicht durch halb Schlüchtern fahren muss, kürzen viele ab, zum der dortigen Anlieger großen Verdruss, und fahren durch die Schmieds- und Linsengasse, da heißt’s jetzt, beim vor die Tür geh’n, sehr gut uffbasse‘!

Auf der Mauerwiese kann man sehr scharfe Kurven anschauen, was allerdings nichts zu tun hat mit schönen Frauen. Es sind die Kurven der Bobbycar-Bahn, auf der die Kids können mit dem Bobbycar fahr’n. Angeblich sieht man dort den Urbes öfter als MSC-Scout, der nach Nachwuchsrennfahrern für‘n Ewald Pauli-Ring schaut. Auch neu ist ein Outdoor-Parcours hinter dem Bergwinkelbad (früher nannte man so etwas einfach nur „Trimm-Dich-Pfad“). Hier können Kinder und Erwachsene ihrem Bewegungsdrang nachgehen und während des Lockdowns wird man wohl auch viele Fitness-Freaks sehen, die im Freien Klimmzüge machen unverdrossen, weil die Fitness-Center sind geschlossen.

Das Restaurant der Stadthalle, das Silentium machte dicht. Eine Überraschung war’s für viele nicht. Schnell verbraucht waren die Vorschuss-Lorbeeren, statt Gästen tat häufig nur Stille einkehren. Gut kochen können allein reicht leider nicht aus, um erfolgreich zu führen ein solches Gasthaus. Corona hat dem Silentium zu guter Letzt nur noch den Todesstoß versetzt. Gespannt dürfen die Schlüchterner sein, wer als nächstes geht hinein. Es heißt, 2 Pächter sollen künftig den Platz beleben, es soll eine Trennung von Restaurant und Stadthalle geben. Beide Betriebe werden dann separat geführt - wir wünschen, dass dieses Konzept Erfolg haben wird! Fremdensitzungen und Umzug des SCC Anfang des Jahres waren die letzten großen Events, dann hieß es: „Das war es!“ Die neue Kampagne 20/21 wurde abgesagt, das war allen klar, denn Karneval feiern mit Mindestabstand ist wohl niemals vorstellbar. So wird auch – zumindest auf dem Papier – das alte Dreigestirn, die Schlüchterner Narrenschar weiter regier’n, denn die gibt’s noch, trotz Corona in sehr großer Zahl und leidet nun gar schlimme Qual.

Als Präsident immer noch Michael Resch amtiert, der nun eine weitere Amtszeit regiert. So darf er, ohne beim Supreme Court zu klagen, den Präsidenten-Schlüssel noch ein Jahr länger tragen. Seine Fans nun „One more year” skandieren, doch auch er kann die Verlängerung noch nicht zelebrieren. Im September gings in der Krämerstraße rund. Anfangs dachte man an einen Weltkriegsbombenfund, denn es gab für Feuerwehr, DRK, Polizei großen Alarm, ausgelöst durch einen wackelnden Kran, der auf dem alten Grundstück vom Krein eingesetzt war, und jetzt bestand große Umsturzgefahr. Trotz Kampagnen-Absage gibt’s Narretei-Verbreitung schriftlich in der „Krebbelzeidung“.

Um kein Risiko einzugehen wurden mit Bedacht 200 Anwohner in der Stadthalle untergebracht. Dort wurden sie versorgt mit Speis und mit Trank, doch abends durften sie wieder nach Haus, Gott sei Dank! Vielleicht – lasst’s eine Verschwörungstheorie sein - war hier im Spiel der Geist vom Helmut Krein, der gegen den Abriss seines Ladens aus Protest den Baukran einmal wackeln lässt! Die Synagoge als jüdisches Gotteshaus ragt in ihrer Bedeutung als Kulturdenkmal heraus. Nachdem der alte Eigentümer war verstorben, hat die Stadt die Synagoge erworben für einen Euro, einen symbolischen Preis, weil man im Rathaus jetzt schon weiß, dass für Erhaltung, für Sanierung und Umbaumaßnahmen Kosten entstehen werden in enorm hohem Rahmen. Sie ist also endlich im Besitz unserer Stadt, die nun die Entscheidungshoheit hat und nun in Ruhe planen kann und diskutieren, was man dort drinnen soll platzieren. Für’s Stadtarchiv könnte es neue Heimat sein das fänd‘ auch der Bernd Ullrich fein.

Der Stadtarchivar, der mit viel Sorgfalt, Ausdauer und Akribie unbekannte Schätze aus Schlüchtern Historie Immer wieder ausgräbt und zusammen mit unserer Zeitung, den Kinzigtal-Nachrichten, sorgt für deren allgemeine Verbreitung. Für all die Berichte aus Schlüchterns Geschichte, möchte ich den Dank hier richte‘, an alle Autoren, die diese verfasst, damit die Erinnerung nicht verblasst. Neben Bernd Ullrich als Autor, taten sich auch Reiner Egner und Ernst Müller-Marschhausen hervor. Geschmückt meist mit Fotos aus dem Vermächtnis von Foto-Freund, haben sich diese zu einem geschichtlich wertvollen Gesamtbild vereint.

Das KUKI war fast immer Thema im Spruch von der Leiter und ist es auch dieses Jahr wieder, mit dem Zusatz „leider“. Denn vermeldet wurde vereinsseitig im letzten März, was bei KUKI-Freunden verursachte großen Schmerz: Der Verein Kultur-Kino Schlüchtern löst sich auf! Reaktionen zuvor und danach gab es zuhauf, von fast allen wurde die Trauer zum Ausdruck gebracht, dass nach 30 Jahren das KUKI sagt: „Gute Nacht!“ Und es wird keinen neuen Morgen für’s KUKI geben, trotzdem geht’s irgendwie weiter, das kulturelle Leben. Die Fronten zwischen Stadt und KUKI waren zuletzt sehr verhärtet, die Problematik allerdings wird von der Leiter hier nicht bewertet, da beide Seiten mit Argumenten vordrangen, die, beide für sich betrachtet, plausibel klangen. Nur eines will ich noch sagen, dann ist mit dem KUKI Schluss: Es macht uns tieftraurig, dass es so zu Ende gehen muss!

Unser Hutten-Denkmal vorm Kloster wurde stark beschädigt, da haben sich Vandalen ihrer Aggressionen entledigt, doch Ritter Ulrichs Reparatur ist in vollem Gange, die Wiederherstellung dauert nicht mehr sehr lange. Auch dank mancher privaten Spende nahm diese Aktion noch ein gutes Ende. In diesem Zusammenhang kann man positiv vermerken, dass an den vielen Mauerwiesenkunstwerken, die über viele Wochen dort standen sich keine Beschädigungen fanden.

Ein großes Kompliment gilt auch Schwimmmeister Schröder samt Team ,-so haben es auch viele KN-Leser geschrieb’n - die mit großem Aufwand den Schwimmbetrieb organisierten, auch mit Hilfe der DLRG, deren Mitglieder assistierten. Professionell setzten sie um die Hygienevorgaben und sie so den Schwimmern Gelegenheit zum Schwimmen gaben.

Wussten sie, ….dass Dagmar Marburger zwar immer noch Wolllust verspürt, aber trotzdem jemanden sucht, der ihren Laden weiterführt? Sie hat eine Nachfolgerin gefunden soeben und kann nun beruhigt ihre Stricknadel, nicht ihre Löffel abgeben.

…….dass es gab im Schlüchterner Fußball-Sport eine Trennung? Spielgemeinschaft Schlüchtern/Elm hieß einige Jahre die Nennung. Die Sportgemeinschaft 1910, die jetzt 110 Jahre besteht, künftig wieder ohne Partner ihrer Wege geht. Seit der neuen Saison spielt allein nur die SG. Die Trennung tat allerdings beiden nicht weh, denn die Freunde aus Elm haben einen neuen Partner gefunden und haben sich mit den Fußballern von Vollmerz verbunden.

……dass die Zulassungsstelle in unserer Stadt so heißt, weil der Main-Kinzig-Kreis die Stelle lange zugelassen hat? Eine komplette Schließung wurd‘ Gott sei Dank nicht zugelassen, Jetzt kann man auch in Schlüchtern sein Auto wieder zulassen!

…..dass ein bekanntes und beliebtes Kind unserer Stadt, der Ewald Föller, seinen 70. gefeiert hat? Auch er musste leider die große Feier verschieben und konnte nur feiern mit seinen Lieben.

…..dass Lars Kouba, von Heike und Kalli der Sohn, seit diesem Berufsausbildungsjahr schon, im Schwimmbad der Hanneklase geht in die Lehr‘, das ist für den Ur-Schlüchterner Kalli wohl sehr schwer.

….dass unser Bürgermeister Möller eifrig in Facebook notier tund live durch Langer, Sparkasse und Innenstadt führt. Die Schlüchterner Nachtwächter hätten ihn daher schon gebeten, sie bei Vollmondführungen doch mal zu vertreten. Auch kommt er bei reifen Frauen wohl sehr gut an, schließlich ist er noch ein junger Mann. Nach Ute Lemper vor einiger Zeit, und das ist kein Witz, war dieses Jahr ganz angetan von ihm die Lisa Fitz!

….dass Ulrich Schwind, man kennt ihn sonst als Krimi-Komparsen, jetzt auch im ZDF war, mit alten Töpfen und Vasen. Mit Dirk Ludwig kämpft er um Einschaltquoten, doch der Dirk hat ihn gerade wieder überboten.

…..dass unser Fernsehmetzger Ludwig, der Dirk, verließ für einen Kundenbesuch seinen Heimatbezirk, zog Richtung Norden, an die Ostsee von dannen, um dann beim Angeln zu entspannen. Vielleicht wollte er See-Kühe und Schweins-Wale fischen, um neue Steakvarianten aufzutischen. Doch sein Boot, oh Schreck, verdammt, wurde von einem riesigen Kranschiff gerammt, sodass Dirk und sein Kumpel über Bord dann gingen, ihre Leben am seidenen Faden wohl hingen. Sie tauchten dann wieder auf aus der See, völlig durchnässt, doch Gottlob war Dirks Handy wasserfest. Von der Seenotrettung dann geborgen, war er wieder fit am nächsten Morgen. Den Film „Titanic“ er nun mit ganz andern Augen sieht, und „Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei“ ist nun sein Lieblingslied!

Auch ich komm‘ jetzt zum Ende, das wird schaurig und macht mich doch unsagbar traurig: Denn in den Jahr’n zuvor hab‘ ich zum Schluss gesagt: Ich wünsch‘ allen einen friedlichen, fröhlichen Kalten Markt! Heute muss ich am Ende leider sagen: Abstand halten, Hände waschen, Maske tragen! Haltet Euch dran und bleibt gesund, und ich versprech‘ Euch hier zu dieser Stund‘ dass wir im nächsten Jahr in unserer Stadt wieder feiern unsern Schlücht’ner Kalle Moat!

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