Ulrich-von-Hutten-Gymnasium in Schlüchtern verabschiedet 62 Abiturienten.
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Stolze Abgänger: Die Abiturienten der Klasse Q4-G2.

Soirée in der Schule

Ulrich-von-Hutten-Gymnasium in Schlüchtern verabschiedet 62 Abiturienten

Die Abiturienten des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums in Schlüchtern haben am Freitag ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Die traditionelle Matinée und der Abi-Ball sind zwar den Kontaktbeschränkungen zum Opfer gefallen, stimmungsvoll wurde es aber trotzdem bei der Zeugnisvergabe.

Schlüchtern - Von 62 Abiturienten des Ulrich-von-Hutten-Gymnasium in Schlüchtern haben alle bestanden. Der Durchschnitt liegt bei 2,11, dies geht aus einer Pressenotiz hervor. 28 von 62 Schülern haben eine 1 vor dem Komma, das bedeutet, dass sie eine Note zwischen 1,0 und 1,9 erzielt haben. Die Jahrgangsbesten (1,0) sind Lara Elaine Hofacker, Moritz Rudi Drescher und Josefina Schmidt. Die Zeugnisausgabe fand am Freitag coronabedingt in Form einer Soirée in der Schule statt und nicht wie gewohnt während einer Matinée. Die schriftlichen Prüfungen hatten die Schüler vom 19. März bis 2. April absolviert, die mündlichen Prüfungen in der Zeit vom 25. bis 28. Mai. Studienleiterin Annette Schönherr zeigte sich mit dem Ablauf unter Coronabedingungen und mit dem Durchschnitt mehr als zufrieden.

Das Abitur unter Corona-Bedingungen ist geschafft: die Klasse Q4-g26.

Den Hygieneauflagen folgend, wurden die Feierlichkeiten im Innenhof des Klosters abgehalten – draußen, kontaktlos und in Kleingruppen, nämlich in den vier Tutorengruppen. Die Abiturienten hatten für Blumenschmuck und Dekoration gesorgt. Jeder durfte sich sein Zeugnis und eine Rose selbst nehmen und dann auf einem roten Teppich in den Innenhof treten. Der kommissarische Schulleiter, Oberstudienrat Andreas Schneider, begrüßte die jeweilige Tutorengruppe und gratulierte zum bestandenen Abitur. Bezugnehmend auf das Jahrgangsmotto „Abi looking for freedom“ stellte Geschichtslehrer Schneider den Freiheitsbegriff in seiner Rede in den Mittelpunkt.

Studiendirektor Michael Möller zeichnete im Namen der evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck und der Diözese Fulda die Abiturienten aus, die in den Prüfungen der Fächer evangelische und katholische Religion hervorragend abgeschnitten hatten: Anna Deichmann, Ann-Sophie Hainold, Lara Hofacker, Carolin Kiwitz, Elena Möller, Florian Rüffer, Stella Schlingloff, Josefina Schmidt und Eva Wachenfeld.

Mit Rose, Zeugnis und Abendrobe – die Schüler der Klasse Q4-g15.

Studiendirektor Karl-Werner Gärtner ehrte die Absolventen mit hervorragenden Leistungen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld: Maria Schmid (Mathematik), Jakob Christ (Chemie) sowie Jakob Christ, Lukas Feit, Jan Loder und Florian Rüffer (Physik).

Der Preis des Fördervereins des Gymnasiums wurde vom stellvertretenden Vorsitzenden Claudius Brasch an Nico Minister vergeben, der sich als Schulsprecher über viele Jahre engagiert hat. Schönherr ehrte Minister mit dem Pierre-de-Coubertin-Schulsportpreis für überdurchschnittliche sportliche Leistungen sowie für Fairness und Engagement für den Schulsport. Unter den Juroren war auch Oberstudiendirektor Hans-Michael Mahr, der im Februar als Schulleiter verabschiedet worden war. Er ehrte die Jahrgangsbesten.

So sehen Abiturienten aus: die Schüler der Klasse Q4-g37.

Am Schluss verabschiedete Schönherr die Absolventen. Sie würdigte die harte Arbeit der Schüler, hob deren Talente und Leistungen, ihr Engagement, sowie ihre Resilienz hervor. Sie ermunterte die Schüler, in die Welt zu gehen, sich einzubringen und sich weiter zu entwickeln. Studienrat Jan Blum sorgte für die musikalische Gestaltung. Die Tutorengruppen bedankten sich mit kurzen Ansprachen bei ihren Tutoren Marcel Glashagen, Claudius Brasch, Bernd Jonas und Dirk Seidl.

„Als wir zum ersten Mal gehört hatten, dass keine traditionelle Matinée stattfinden kann, herrschte große Enttäuschungen im ganzen Jahrgang“, berichtet Abiturientin Emily Pfeifer auf Nachfrage unserer Zeitung. Und weiter: „Nicht nur waren unser letzter Schultag, unsere Mottowoche und das Teichspringen ausgefallen, nun durften wir auch keinen Abi-Ball veranstalten und keine Matinée feiern. Natürlich waren wir alle froh, dass unsere Prüfungen am eigentlichen Termin stattgefunden haben, aber während der vergangenen Jahre waren es ja nicht die Abiprüfungen, auf die wir hinfieberten, sondern eben jene Ereignisse wie die Matinée. Doch durch die besondere Situation war diese Art der Zeugnisübergabe für alle eine eindrucksvolle Erfahrung, und wir sind froh, dass wir unser Abiturzeugnis nicht einfach im Sekretariat abholen mussten oder per Post bekamen. Die Schulleitung hat, trotz der begrenzten Möglichkeiten, die Soirée für uns zu einem besonderen Ereignis gemacht, dafür einen herzlichen Dank.“

lq, epf

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