Der Verletzte trug eine elektronische Fußfessel.
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Der Verletzte trug eine elektronische Fußfessel.

Unfallopfer trägt Fußfessel

Schwerer Verkehrsunfall bei Schlüchtern: Hubschrauber fliegt 19-Jährigen ins Krankenhaus

Schwerer Unfall im Main-Kinzig-Kreis: In der Nähe der A-66-Abfahrt Schlüchtern-Süd ist am Donnerstag ein Auto von der Straße abgekommen. Der 19-jährige Fahrer, der eine elektronische Fußfessel trug, erlitt schwere Verletzungen.

Schlüchtern/Steinau an der Straße - Der 19-Jährige aus dem Main-Kinzig-Kreis hat am Donnerstagmorgen auf der L3329 zwischen Steinau an der Straße und Schlüchtern-Niederzell auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über sein Auto verloren. Die Polizei vermutet, dass der Fahrer die Geschwindigkeit nicht an die Witterungsverhältnisse angepasst hatte.

Das Auto überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen.

Der Seat Leon kam von der Straße ab, prallte gegen die Leitplanke, überschlug sich und landete im Graben, wo er auf dem Dach liegend zum Stehen kam. Der Autofahrer wurde in dem Wrack eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Der junge Mann zog sich bei dem Unfall laut Polizei schwere, aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen zu. Mit einem Rettungshubschrauber wurde er in die Uniklinik nach Frankfurt geflogen.

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Schwerer Unfall bei Schlüchtern: 19-Jähriger kommt von regennasser Fahrbahn ab

Das Unfallopfer trug eine richterlich angeordnete elektronische Fußfessel, die die Polizeibeamten dem Mann vorerst abnahmen. Das bestätigt die Staatsanwaltschaft Hanau auf Nachfrage unserer Zeitung. Mit der Autofahrt habe der 19-Jährige aber keinen Verstoß begangen. „Der junge Mann hat die Auflage, von 22 bis 6 Uhr zu Hause zu sein. Da der Unfall um 7.30 Uhr passierte, hat er nicht gegen die Auflagen verstoßen“, erklärt Oberstaatsanwalt Dominik Mies. Zur Straftat, die zur Verurteilung geführt hatte, sagt Mies aus Persönlichkeitsschutz-Gründen nichts.

Der Rettungshubschrauber flog den Verletzten in die Uniklinik Frankfurt.

Neben dem Rettungshubschrauber-Team waren zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei und des Rettungsdienstes vor Ort. Die Landesstraße musste wegen des Unfalls zwischenzeitlich voll gesperrt werden. (lio)

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