Am Drasenberg will der WITO Bäume pflanzen.
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Am Drasenberg will der WITO Bäume pflanzen.

Sechs heimische Baumarten

WITO pflanzt Bäume am Drasenberg - Unterstützung von Ökologischer Forschungsstation Schlüchtern

Schülerinnen und Schüler sollten gemeinsam mit Unternehmen des Vereins für Wirtschaft und Tourismus WITO am Drasenberg Bäume pflanzen. Das klappt wegen der Corona-Maßnahmen nicht. Gepflanzt wird aber trotzdem.

Drasenberg - Wegen des Teil-Lockdowns im November musste die vom WITO ins Leben gerufene Klimapakt-Initiative ihre Pflanzaktion umplanen, heißt es in einer Pressemitteilung. Gerd Neumann, WITO-Vorstandsmitglied und Mitbegründer des Klimapakts, betont: „Dass wir die Pflanzaktion komplett absagen, stand für uns nie zur Debatte. Wichtig war es deshalb, die Logistik entsprechend anzupassen. Denn der Klimaschutz behält auch während der Pandemie seinen wichtigen Stellenwert.“

Ursprünglich sollte die brachliegende Fläche am Drasenberg von Schülerinnen und Schülern von Ulrich-von-Hutten-Gymnasium, Stadtschule und Bergwinkel-Grundschule mit den am Klimapakt teilnehmenden Unternehmen gepflanzt werden. Damit wollen die Betriebe ihre „nicht weiter reduzierbaren Emissionen kompensieren“, heißt es in der Pressemitteilung. Jetzt soll sich die Forstbaumschule Darmstadt darum kümmern.

WITO pflanzt sechs heimische Laubbaumsorten am Drasenberg

Für die Pflanzaktion hat die Initiative, in der auch die Stadt Schlüchtern aktiv beteiligt ist, Kooperationspartner: So wird die Forstfläche von der Stiftung Kloster Schlüchtern bereitgestellt, das Forstamt Schlüchtern (Hessen Forst) und die Ökologische Forschungsstation (ÖFS) begleiten die Aufforstung aus wissenschaftlicher und fachlicher Sicht. Unterstützend beteiligt sich die RhönEnergie mit dem Grünstrom-Label und der Verkehrsgesellschaft. Das Unternehmen Gandayo begleitet die Entstehung des Zukunftswaldes visuell und macht regelmäßig Fotos und Videos.

Der Klimapakt

Der Klimapakt für Schlüchtern ist eine Initiative des Schlüchterner Vereins WITO und existiert seit gut einem Jahr. Mehr als 20 Unternehmen beteiligen sich. Sie wollen ihren CO2-Fußabdruck verringern und langfristig klimaneutral werden.

Die Idee des Klimapakts: Die teilnehmenden Unternehmen kompensieren ihre nicht weiter reduzierbaren Emissionen nach international anerkannten Regeln. Im Gegensatz zu anderen Klimaprojekten fließen die gesammelten Gelder allerdings in ein Aufforstungsprojekt im Bergwinkel. Interessierte Unternehmen können sich beim WITO melden.

Sechs heimische Baumsorten sollen Mitte Dezember gepflanzt werden: Speierling, Baumhasel, Elsbeere, Marone, Mostbirne und Walnuss. Diese Laubbäume gelten als besonders wärme- und trockenheitsresistent und liefern später wertvolle Hölzer.

Gerd Neumann verrät: „Für den nächsten Herbst, denn das ist nun mal die beste Pflanzzeit, haben wir schon eine weitere Forstfläche im Stadtwald Schlüchtern ins Auge gefasst.“ Dann – so die Hoffnung – werden die Bäume mit den Schülerinnen und Schülern gepflanzt. (lea)

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