Am Donnerstagabend wurde in der Innenstadt von Schlüchtern damit begonnen den Kran zu demontieren.
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Am Donnerstagabend wurde damit begonnen den Kran zu demontieren.

Bewohner dürfen in Häuser zurück

Video: Aufregung in Schlüchtern wegen Baukran – Sperrung in der Innenstadt aufgehoben

  • Hanns-Georg Szczepanek
    vonHanns-Georg Szczepanek
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  • Sabine Simon
    Sabine Simon
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Schrecksekunde in Schlüchtern: Weil ein Kran an einer Baustelle Standsicherheit eingebüßt hatte, wurde die Innenstadt am Donnerstagnachmittag weiträumig abgesperrt. Am Abend wurde der Baukran dann erfolgreich standsicher gemacht.

Update vom 10. September, 20.09 Uhr: Der Baukran in der Schlüchterner Krämerstraße ist am frühen Donnerstagabend zurückgebaut und durch die Unterfütterung von Erdaushub erfolgreich standsicher gemacht worden. Dadurch habe die Evakuierung von etwa 200 Anwohnern nach Angaben von Bürgermeister Matthias Möller um 19.15 Uhr wieder aufgehoben werden können. Ab diesem Zeitpunkt durften die etwa evakuierten Bewohner der Innenstadt wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.

Sperrung in Schlüchterner Innenstadt wegen Baukran - Evakuierte Bewohner dürfen in Häuser zurück

In der Stadthalle Schlüchtern und in gastronomischen Betrieben der Bergwinkelstadt wurden diese während der Aktion laut Möller auf Kosten der Stadt verköstigt. Ein Handvoll älterer Mitbürger mit teils eingeschränkter Mobilität, die in Hotelzimmer gebracht worden waren, mussten diese am selben Abend nicht mehr verlassen. Sie wurden von einem mobilen Pflegedienst betreut.

Möller würdigte die gute Zusammenarbeit von Baufirmen, Behörden, Architekten, Rotem Kreuz sowie Vertretern von Berufsgenossenschaft und Regierungspräsidium, um eine mögliche Gefahr durch den nicht mehr standsicheren Baukran möglichst schnell zu bannen.

Sperrung in der Schlüchterner Innenstadt - Baukran steht nicht mehr sicher

Erstmeldung vom 10. September, 16.14 Uhr

Schlüchtern - In der Krämerstraße hatte ein Kran an Standsicherheit eingebüßt und die Verantwortlichen fürchteten, er könne umkippen. Deshalb wurde am Donnerstagnachmittag das Gebiet zwischen Ecke Weitzelstraße und Stadtplatz weiträumig abgesperrt.

Während einer Routinekontrolle durch die Berufsgenossenschaft war den Kollegen vor Ort aufgefallen, dass die Standsicherheit des Krans gefährdet war. Unverzüglich wurden Bauträger, Architekt sowie Feuerwehr und Stadtpolizei alarmiert, die nach kurzer Zeit bereits vor Ort waren und erste Anwohner aus Sicherheitsgründen aus ihren Häusern evakuierten.

Ein Laster lieferte Erde. Damit soll der Fuß des Krans erweitert werden.

Schrecksekunde wegen Kran: Schlüchterner Innenstadt muss gesperrt und Kran demontiert werden

Die Bauaufsicht aus Gelnhausen, ein angeforderter Statiker sowie der für das Projekt zuständige Bodengutachter sollten laut Angaben von Bürgermeister Matthias Möller, der zur Baustelle geeilt war, „über das weitere Vorgehen entscheiden“. Vermutlich, so ein Mitarbeiter aus dem städtischen Bauamt, müsse der Kran gesichert und dann demontiert werden. Das könne sich über Stunden ziehen. Solange können die Anwohner nicht zurück in ihre Häuser.

Wegen des Krans mussten Anwohner aus ihren Häusern evakuiert werden.

Nach einer Lagebesprechung entschied man gegen 16.30 Uhr, dass man noch am selben Tag mit den Präventionsmaßnahmen beginnen wolle. Durch das Aufschütten von Erde wolle man den Bereich um den Fuß des Krans verbreitern, so die Verantwortlichen gegenüber unserer Zeitung. Ein angeforderter Autokran soll dabei für weitere Sicherheit sorgen.

Die Innenstadt in Schlüchtern wurde wegen des Krans weiträumig geräumt.

Die Stadt evakuiert hierfür rund 200 Anwohner in einem Umkreis von 70 Metern, die zwischenzeitlich in der Stadthalle von Mitarbeitern des DRK versorgt werden. Sie sollen bis etwa 20 Uhr in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren dürfen. „Wir werden die Bürger hierüber ständig auf dem Laufenden halten“, versprach Bürgermeister Möller.

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