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Schulamt erteilt Lehrer in Schlüchtern Hausverbot an Schule

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Schlüchtern - Einem Lehrer des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums in Schlüchtern ist Hausverbot an der Schule erteilt worden. Die Hintergründe bleiben für die Öffentlichkeit zunächst diffus.

Wie sein Rechtsanwalt gegenüber unserer Zeitung erläutert, habe das Staatliche Schulamt seinem Mandaten „vorläufig die Wahrnehmung seiner Dienstgeschäfte untersagt". Diese Verfügung beinhalte auch das Betreten des Schulgebäudes.

Anlass dafür seien „angebliche Vorfälle während des Unterrichts". Dabei habe sein Mandant angeblich „die gebotene Zurückhaltung in seinen Äußerungen vermissen lassen". Was dies genau bedeutet, wollte der Rechtsanwalt wegen des schwebenden Verfahrens nicht sagen. Auch das Schulamt will sich derzeit deswegen nicht äußern, sagt Erich Schleßmann, Leitender Schulamtsdirektor am Staatlichen Schulamt des Main-Kinzig-Kreises, und fügt an, dass diese Zurückhaltung ebenfalls für Schulleiter Oberstudiendirektor Hans-Michael Mahr gelte.

Susanne Augustin, die Vorsitzende des Schulelternbeirates, erklärt zumindest, die Angelegenheit, die jetzt zu dem Hausverbot geführt habe, „liegt im Dienstverhältnis begründet und betrifft nicht direkt das Verhältnis zu Eltern".

Der Lehrer hatte bereits im „Fahrtenstreit" im Frühjahr eine Rolle gespielt. Damals war ihm vom Schulleiter untersagt worden, mit seiner Klasse zu einer Mehrtagesfahrt aufzubrechen, die nicht den Vorgaben des Fahrtenplans der Schule entsprach. / ag

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