Danny Mahr zeigte eine starke Leistung, kam aber nur auf Platz fünf.
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Danny Mahr zeigte eine starke Leistung, kam aber nur auf Platz fünf.

Michał Dubicki wird Champion

Danny Mahr verpasst Podium knapp: Sinntaler wird Fünfter bei Europameisterschaft im Sportholzfällen

Der erste „Stihl Timbersport Virtual European Champion“ kommt aus Polen: Michał Dubicki setzt sich in einem spannenden Wettkampf gegen 13 Top-Athleten aus ganz Europa durch. Fünfter wurde der deutsche Vertreter Danny Mahr aus Sinntal.

Sinntal - Hinter dem Sieger komplettieren Koen Martens aus Belgien und der Tscheche Martin Komárek das Podium. Es war die Erstauflage der Virtual European Championship, die gleichzeitig der erste internationale Sportholzfäller-Wettkampf war, der virtuell ausgetragen wurde.

Der amtierende Deutsche Meister Danny Mahr aus Sinntal verpasste das Podium denkbar knapp. Der Athlet aus Sinntal zeigte eine starke Leistung und war nach vier von sechs Disziplinen gar punktgleich mit dem späteren Champion. Bei der vorletzten Disziplin, dem Springboard, leistete Mahr sich jedoch einen technischen Fehler, womit er keine Punkte für das Gesamtklassement sammeln konnte und so den Anschluss an die Spitze verlor. Nach einem, wie gewohnt, guten Schnitt im Hot Saw-Finale musste sich der zweifache Deutsche Meister dann mit dem fünften Rang, knapp hinter den Podiumsplätzen, zufriedengeben.

Danny Mahr aus Sinntal wird Fünfter bei Europameisterschaft im Sportholzfällen

Einmal mehr waren es außergewöhnliche Bedingungen: Für die erste virtuelle Europameisterschaft griffen die 14 Teilnehmer an 14 unterschiedlichen Schauplätzen über einen Zeitraum von elf Tagen hinweg zu Axt und Säge. Für die Athleten hieß es also, Topleistungen abzurufen auch ohne peitschende Anfeuerungsrufe der Fans und ohne die Leistungen der direkten Konkurrenten beobachten zu können.

Und doch entwickelte sich ein nervenaufreibender Wettkampf, in dem kein Athlet den ersten Platz gegen die hochkarätige Konkurrenz über zwei Disziplinen in Folge verteidigen konnte. Am besten schien sich Michał Dubicki auf die ungewohnte Wettkampfsituation eingestellt zu haben: Der Pole startete mit der Bestzeit am Underhand Chop und biss sich nach einem durchwachsenen Auftritt an der Stock Saw schließlich mit einer weiteren Bestzeit am Standing Block Chop unter den Spitzenpositionen fest.

Michał Dubicki (Polen) siegt bei Europameisterschaft im Sportholzfällen

In der zweiten Runde war es der Tscheche Martin Komárek, der mit Bestzeiten an der Single Buck und am Springboard an der Konkurrenz vorbeizog und mit drei Punkten Vorsprung auf Dubicki ins Hot Saw-Finale ging. Hier hatte der große Favorit jedoch Probleme, als ihm die Kette von der Säge sprang, weshalb er die Disziplin nicht beenden und somit keine weiteren Punkte sammeln konnte.

Dubicki nutzte die Chance und eroberte den Titel auf den letzten Metern. Doch für Komárek nicht genug: Dank seiner Hot Saw-Bestzeit zog auch der Belgier Koen Martens noch am Favoriten vorbei, der sich mit dem dritten Platz begnügen musste. „Zwar hat ohne Fans und die anderen Athleten ein wenig der letzte Push gefehlt, aber ich habe versucht mich komplett auf mich zu fokussieren“, zeigte sich Michał Dubicki überwältigt.

Die Virtual European Championship wurde gestern ausgestrahlt. Zuvor hatten alle Teilnehmer in ihrem Heimatland alle sechs Timbersport-Disziplinen absolviert. Offizielle vor Ort sowie eine nachträgliche Schiedsrichterprüfung garantierten dabei die Einhaltung des Regelwerks und die Chancengleichheit aller Teilnehmer. (ag)

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