Hochbetrieb herrscht im Bahnhof Sterbfritz bezüglich der Bauarbeiten an der Sinntaler Bahnstrecke.
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Hochbetrieb herrscht im Bahnhof Sterbfritz bezüglich der Bauarbeiten an der Sinntaler Bahnstrecke.

Bauarbeiten im Zeitplan

Keine Züge auf der Bahnstrecke durch das Sinntal: Vollsperrung Ende des Monats abgeschlossen

Halbzeit beim „Leuchtturmprojekt“ im Bahnhof Sterbfritz: Seit gut zwei Wochen fahren auf der Bahnstrecke durch das Sinntal wegen umfangreicher Bauarbeiten keine Züge. Die Vollsperrung dauert noch bis Ende des Monats an. Laut Auskunft der Bahn sind die Arbeiten im Zeitplan.

Sinntal - Ruhig ist es zurzeit an der Bahnstrecke in Sinntal. Normalerweise fahren täglich bis zu 150 Züge, vorwiegend Güterzüge, auf der Strecke, was für die direkten Anwohner schon eine erhebliche Belastung ist. Dem Vernehmen nach haben sich viele Menschen jedoch daran gewöhnt, so wie auch an andere Geräusche. Zurzeit ist es jedoch ruhig auf den Schienen. Lediglich Bauzüge oder auch Arbeitsgeräusche entlang der Strecke sind zu hören.

Wie unsere Zeitung berichtete, besteht an der Bahnstrecke von Flieden nach Gemünden, die die Bahnhöfe Elm, Sterbfritz, Jossa, Burgsinn tangiert, dringender Erneuerungsbedarf. Es handelt sich dabei um eine Hauptverkehrsader von Nord- nach Süddeutschland. Sie hat eine besondere Bedeutung für den nationalen und internationalen Güterverkehr, für den Personennahverkehr sowie als Umleitungsstrecke für den Fernverkehr. Als Vorabmaßnahme der über mehrere Jahre vorgesehenen Streckenerneuerung finden innerhalb der nächsten zwei Jahre umfangreiche Arbeiten zwischen den Bahnhöfen Elm und Sterbfritz statt.

Bauarbeiten Bahnstrecke Sinntal: Vollsperrung Ende des Monats abgeschlossen

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Baubeginn der bis Frühjahr 2022 andauernden Arbeiten war Anfang dieses Monats. Gleichzeitig erfolgt eine einmonatige Streckensperrung, die noch bis zum 30. November andauert. Während dieser Zeit erfolgt hinsichtlich des Einzugs des elektronischen Zeitalters und dem vorgesehenen Bau von neuen Stellwerken in den Bahnhöfen Elm und Sterbfritz eine komplette Erneuerung der Leit- und Sicherungstechnik zwischen den beiden Bahnhöfen. Rund 150 Kilometer neue Kabel werden einschließlich der dazugehörigen Anlagen verlegt. Während der derzeitigen einmonatigen Vollsperrung verkehren auch die Regionalbahnen zwischen Schlüchtern und Gemünden mit Halt in Sterbfritz und Jossa und weiteren Bahnhöfen nicht. Ein Bus-Ersatzverkehr ist eingerichtet.

„Trotz schwieriger Rahmenbedingungen sieht momentan alles danach aus, dass wir die gesteckten Ziele weitgehend erreichen und die Totalsperrung am 30. November wieder aufgehoben wird“, erklärt Bahn-Projektleiterin Elisabeth Obiero von DB Netz Frankfurt auf Anfrage. Denn nicht nur zwischen den Bahnhöfen Elm und Sterbfritz wird rund um die Uhr gearbeitet, sondern auf der gesamten Strecke von Flieden bis Gemünden wird eine Vielzahl an Arbeiten umgesetzt. Von den elf Kilometern Kabelkanal zwischen Elm und Sterbfritz seien mehr als die Hälfte verbaut, einschließlich der dazugehörigen Anlagen. Auch im kommenden Jahr sind immer wieder kurzzeitige Streckensperrungen, insbesondere an Wochenenden, für weitere Arbeiten vorgesehen. Ostern 2022 soll die neue Technik bis zum Bahnhof Sterbfritz in Betrieb gehen.

Bahn-Projektleiterin Elisabeth Obiero: Gesteckten Ziele werden weitgehend erreicht

Eine weitere Baustufe der Streckenerneuerung erfolgt zwischen 2025 bis 2027. Damit einher geht eine Vollsperrung über ein ganzes Jahr. Während dieses Zeitraums werden der Brandensteintunnel und der Ebertsbergtunnel sowie eine Reihe von Brücken, Durchlässen, Stützmauern und Gleisen zwischen Elm und Sterbfritz erneuert. In der Folge ist dann der Umbau der Strecke zwischen Sterbfritz und Burgsinn vorgesehen. (fch)

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