Danny Mahr hatte diesmal mit technischen Problemen zu kämpfen.
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Danny Mahr hatte diesmal mit technischen Problemen zu kämpfen.

Technische Probleme

Trotz Wettkampf-Rekord auf Platz drei: Sportholzfäller Danny Mahr aus Sinntal verpasst Sieg

30 Kilogramm schwer und bis zu 80 PS stark ist die „Hot Saw“, eine Rennmotorsäge, die Sportholzfäller beherrschen müssen. Die gleichnamige Disziplin markierte unlängst das Finale der Timbersports-Einzel-Wettkämpfe – auch Danny Mahr aus Sinntal ging als Favorit an den Start.

Sinntal/Waiblingen - Die Europameisterschaft fand coronabedingt virtuell statt. Die besten acht europäischen Athleten aus dem Jahr 2020 haben sich in der Disziplin „Hot Saw“ in einem K.o.-Wettkampf gemessen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Als Favorit startete Danny Mahr in den Wettkampf. Mit 5,70 Sekunden stellte der Sinntaler die Jahresbestzeit auf. Diese Position untermauerte der Deutsche Meister in Runde eins noch, als er sich mit dem Wettkampf-Rekord von 5,57 Sekunden gegen den Schweden Ferry Svan durchsetzte und ins Halbfinale einzog.

Im Halbfinale habe sich jedoch die Besonderheit der Disziplin gezeigt, heißt es in der Mitteilung. Während Mahr mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, gelang seinem Kontrahenten Christophe Geissler aus der Schweiz (6,36 Sekunden) ein starker Schnitt, der die Titelhoffnung des Favoriten beendete. Dass Mahr im kleinen Finale um Platz drei mit 5,81 Sekunden auch die zweitbeste Zeit des Wettkampfs gelang, war nur ein kleiner Trost. (Lesen Sie hier: Danny Mahr verpasst Podium knapp: Sinntaler wird Fünfter bei Europameisterschaft im Sportholzfällen).

Sportholzfäller Danny Mahr aus Sinntal verpasst Sieg: Trotz Wettkampf-Rekord auf Platz drei

Der Niederländer Martijn Harms wuchs indes über sich hinaus: Auf seinem Weg ins Finale setzte er sich gegen Armin Kugler aus Österreich und Pierre Puybaret aus Frankreich, beides nationale Meister in ihren Ländern, durch. Und auch Geissler hatte das Nachsehen. Laut Pressenotiz war Harms der einzige Athlet neben Danny Mahr, dem eine Zeit unter sechs Sekunden (5,95 Sekunden) gelang.

Die Rennmotorsäge Hot Saw“ erreicht Kettengeschwindigkeiten von bis zu 240 Stundenkilometern. Athleten müssen die Kraft Säge beherrschen, um drei Scheiben innerhalb eines Bereichs von 15 Zentimetern von einem waagrechten Stamm abzusägen. Die besten Athleten der Welt bewältigen dies in etwa sechs Sekunden, der Weltrekord liegt bei 5,20 Sekunden. Bei der „Virtual European Hot Saw Challenge“ maßen sich die acht besten europäischen Athleten in einem Wettkampf abseits der übrigen fünf Timbersports-Disziplinen.

Rennmotorsäge „Hot Saw“ erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 240 Stundenkilometern

Im Vorfeld der Ausstrahlung am 2. Januar haben alle Teilnehmer jeweils drei „Hot-Saw-Heats“ in ihrem Heimatland absolviert. Orientiert am Wettkampfablauf wurde der erste Schnitt für die erste Runde, das Viertelfinale, gewertet. Während die Leistungen der Athleten, die im Viertelfinale ausschieden, nicht mehr berücksichtigt wurden, wurden die übrigen Schnitte für die weiteren Runden bis zum Finale herangezogen. Offizielle vor Ort sowie eine nachträgliche Schiedsrichterprüfung garantierten die Einhaltung der Regeln und die Chancengleichheit aller Teilnehmer. Bis zur Ausstrahlung wurden die Resultate nicht veröffentlicht. Infos im Internet. (lq)

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