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Skurriler Einsatz: Nach Heiratsantrag muss Polizei Streit schlichten

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Bad Soden-Salmünster - Mit Blaulicht sausten am späten Freitagnachmittag zwei Streifenwagen durch die Kurstadt. Doch es galt keine Keilerei zu schlichten, sondern lediglich einen Streit zwischen einem Mann und einer Frau.

Die Polizei bestätigte am Freitagabend zwar den Einsatz in Bad Soden, offenbarte die Einzelheiten des eher skurrilen Geschehens auf Anfrage aber nicht gerade mit Auskunftsfreude, sondern eher unwillig. Ob dies mit dem Einsatz von gleich zwei Streifenwagen zusammenhängt, wo fraglos eine Besatzung ausgereicht hätte, lässt sich nicht abschließend beantworten.

Stichwort: Auskunftsfreude. Allerdings ist für jedermann nachvollziehbar, wenn zu einem Einsatz mit einer nicht ganz klaren Ausgangslage erst einmal mehr als zwei Einsatzkräfte unterwegs sind. Zumal, weil in Salmünster erst vor wenigen Wochen ein häuslicher Streit mit dem gewaltsamen Tod einer Frau endete.

Eine Person erlitt leichte Blessuren

Am Freitagnachmittag gerieten also wohl ein Mann und eine Frau, die nach Angaben der Polizei beide „so um die 30“ Jahre alt gewesen sein sollen, zunächst in einer Privatwohnung in Streit. Angeblich soll es einen Heiratsantrag gegeben haben. Ob dieser nun angenommen oder abgelehnt wurde, ließ sich den Aussagen des Wachhabenden nicht erschließen. Jedenfalls sei dieser Antrag von dem Paar (oder eben Nicht-Paar) mit einer ordentlichen Menge Wodka begossen (oder eben der Frust betäubt) worden.

Daraufhin habe sich – wohl ob der Lautstärke der „Unterhaltung“ – ein Streit mit dem Vermieter ergeben. Ob dieser oder kurz darauf Passanten in Kurpark und Turnerweg die Polizei riefen, vermochte der Dienst habende Beamte ebenfalls nicht genau zu sagen, auf jeden Fall sei der Disput der beiden stark Angetrunkenen auf der Straße weitergegangen. Eine Person habe auch „leichte Blessuren“ davongetragen. Nach der Schlichtung durch die Polizei sei dann aber „jeder seiner Wege gegangen“, so die Polizei in Bad Orb. / hgs

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