Sonja Senzel hat ihre ehrenamtlichen Mandate in der Steinauer Politik niedergelegt.
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Sonja Senzel hat ihre ehrenamtlichen Mandate in der Steinauer Politik niedergelegt.

Nach Urteil des Amtsgerichts

Sonja Senzel legt Mandate in Steinau nieder

Sonja Senzel legt ihre ehrenamtlichen Mandate in der Steinauer Stadtverordnetenversammlung und im Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises nieder. Das gab sie in einer Erklärung am Mittwochnachmittag bekannt.

Steinau - In einer öffentliche Erklärung von Sonja Senzel ist zu lesen, dass sie in ihrer beruflichen Funktion als Rechtsanwältin einen Fehler gemacht habe. Da sie vermeiden möchte, dass ihr berufliches Fehlverhalten mit der Tätigkeit als ehrenamtliche Politikerin vermischt würde, lege sie ihre Mandate mit sofortiger Wirkung nieder.

Über ihr berufliches Fehlverhalten und ihren Entschluss habe sie am Mittwoch den Landrat als Vorsitzenden des Kreisausschusses sowie die Verantwortlichen der Gremien der SPD im Main-Kinzig-Kreis informiert. In ihre Erklärung nannte sie außerdem den Grund, warum sie von ihren Ämtern in der Politik zurücktrete: In ihrer beruflichen Aufgabe habe sie das Amtsgericht Gelnhausen verurteilt. Das Gericht habe sie der Untreue durch Unterlassen für schuldig befunden, da sie versehentlich Gelder aus einem Nachlass auf andere Konten transferiert habe.

Berufung gegen Urteil eingelegt

Sie betonte in ihrer Erklärung, dass sie ihr Fehlverhalten vor Gericht von vornherein eingeräumt habe und durch ihr Handeln (direktes Zurückzahlen dieser Gelder zuzüglich Zinsen) im Endergebnis niemand finanziellen Schaden erlitten habe. Außerdem habe sie zu keinem Zeitpunkt die Absicht gehabt, sich zu bereichern oder irgendjemandem einen Schaden zuzufügen.

Gegen das Urteil des Schöffengerichtes habe sie Berufung eingelegt und damit würde noch kein rechtskräftiges Urteil vorliegen. Dennoch sei ihr klar, dass sie aus ihren Fehlern Konsequenzen ziehen müsse. Und diese Konsequenz für die Kommunalpolitik könne nur lauten, dass sie alle ihr anvertrauten Ämter mit sofortiger Wirkung niederlege.

In ihrem Beschluss bestärkt worden

„Ich möchte durch diesen Schritt deutlich unterstreichen, dass ein persönliches Fehlverhalten vorliegt, kein Fehlverhalten der SPD in der Stadt Steinau oder im Unterbezirk“, heißt es in ihrer Erklärung. Sie habe die Funktionsträger persönlich über ihren Schritt unterrichtet und sei von allen in ihren Entschluss bestärkt worden.

Ihr Handeln habe für sie persönlich gravierende Auswirkungen auf ihr bisheriges Leben als Juristin und ehrenamtliche Politikerin. Von der Öffentlichkeit erwarte sie kein Verständnis für ihren Fehler. Sie sei bereit die Konsequenzen für diesen Fehler zu tragen, den sie in einer Zeit gemacht hatte, in der sie gesundheitlich stark beeinträchtigt war.

sec

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